15. Böckstiegel-Lauf: Rannacher rennt Rekord

Claus Meyer,Claus-Werner Kreft

Schnelle Läufer beim Böckstiegel-Lauf 2018 - © Claus Meyer
Schnelle Läufer beim Böckstiegel-Lauf 2018 (© Claus Meyer)

Werther. Der eigentliche Böckstiegel-Lauf, das Hauptrennen über 18 Kilometer, hatte am Samstag viel sportliche Qualität. „Wir hatten fünf frühere Sieger am Start. Das spricht ebenso für ein hohes Niveau wie die gelaufenen Zeiten", sagte Robert Becker, dem erstmals die Organisation oblag.

Den Glanzpunkt setzte die Gütersloherin Michelle Rannacher, die einsam in der Frauen-Siegerspur lief und einen hochwertigen neuen Streckenrekord aufstellte: Bei ihrem Debüt auf der Langdistanz profitierte die Vorjahressiegerin über zehn Kilometer auch von den optimalen Wetterbedingungen und löschte die schon 13 Jahre alte Bestmarke.

15. Böckstiegel-Lauf: Rannacher rennt Rekord

2005 hatte die Kenianerin Paris Powyo 1:09:56 Stunden vorgelegt und als bislang einzige Läuferin das Limit von 1:10 Stunden unterboten, das die Brackwederin Kirsten Heckmann fünf Jahre später mit 1:10:03 Stunden streifte. Jetzt aber stieß Rannacher mit 1:08:52 Stunden in neue Bereiche vor. „Die Strecke war anspruchsvoll, aber auch schön", freute sie sich. Nur neun Männer hatten vor ihr das Ziel erreicht.

„Schon gleich nach dem Start hat sich Michelle abgesetzt"

Mareike Walkenhorst (TSVE Bielefeld) konnte ihren Sieg vom Vorjahr nicht wiederholen, sich als Zweite aber um 80 Sekunden auf 1:16:38 Stunden verbessern. „Schon gleich nach dem Start hat sich Michelle abgesetzt", erkannte sie die Überlegenheit der Favoritin an. Im Seniorinnenbereich beeindruckte einmal mehr Marianne Niemann vom LC Solbad. Nach 1:30:22 Stunden im Vorjahr unterbot die Beste der W65-Altersklasse mit 1:29:29 Stunden die anderthalb Stunden.

Video

Hermannslauf-Legende Elias Sansar, zuletzt 2016 in Werther erfolgreich, setzte sich bei den Männern erneut durch. Aber der 38-Jährige hielt den Ausgang des Männerrennens lange offen, überließ im Teuto Titelverteidiger Hendrik Pohle und Marius Güths, Sieger von 2015, die Initiative. „Viele Steine und Baumwurzeln waren gefährlich", sagte Sansar. „Vor dem Essen-Marathon hatte die Gesundheit Vorrang."

Wie gut die Taktik von Sansar aufging, zeigt sich daran, dass Pohle bei der steilen Bergabpassage an der Gaststätte Bergfrieden noch rund 25 Sekunden vor dem späteren Sieger lag. Auch Güths rannte zu diesem Zeitpunkt – rund 8,5 Kilometer vor dem Ziel – noch einige Meter vor Sansar. Erst wenige Kilometer vor dem Ziel zog Sansar an Güths und an Pohle vorbei. Dessen Widerstand war bald gebrochen, zumal der Magen nicht mitspielte. Als Dritter vor dem überraschend starken Nils Pöhlker (TSVE Bielefeld) lief Marius Güths rund zwei Minuten schneller als bei seinem Sieg 2015.

Geschafft: Sieger Elias Sansar ist im Ziel. Foto: Claus-Werner Kreft - © Claus Meyer
Geschafft: Sieger Elias Sansar ist im Ziel. Foto: Claus-Werner Kreft (© Claus Meyer)

Ohne den Vorjahresdritten Dirk Strothmann vom LC Solbad, dessen Bruder Jörn den 24. Platz belegte, war der Altkreis diesmal nicht in den Top 20 vertreten. Aber Hobbyläufern wie Benjamin Zingler (21.), Johannes Bockhorst (23.) und Morten Stiller (29.) gelangen doch sehr respektable Platzierungen.

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.