Oberligist SF Loxten feiert ersten Saisonsieg

Die Fleischstädter bezwingen den TuS Ferndorf II mit 21:19 (12:10)

Von Max Maschmann

Feuerkraft aus dem rechten Rückraum: Loxtens Linkshänder Marian Stockmann (rechts) traf in Ferndorf dreimal. - © Erhard Krupp
Feuerkraft aus dem rechten Rückraum: Loxtens Linkshänder Marian Stockmann (rechts) traf in Ferndorf dreimal. (© Erhard Krupp)

Loxten. Auf die ersten beiden Zähler dieser Saison stießen die »Frösche« mit einer Spezialität der Region an. Denn der 4.000-Seelen-Ort Ferndorf gehört zur Stadt Kreuztal; die wiederum ist Heimat einer großen deutschen Brauerei. Nach den 60 Minuten in der Sporthalle Kreuztal wollte zumindest bei Dirk Schmidtmeier aber keine Euphorie aufkommen. „Das Ergebnis zeigt, wie nervös und angespannt beide Mannschaften waren. Aber wir haben zwei Punkte, und das zählt", analysierte der SFL-Trainer pragmatisch.

Vor der überschaubaren Kulisse von 45 Zuschauern registrierte Schmidtmeier bereits in der ersten Halbzeit einige „technische Fehler und Ballverluste" auf Seiten seiner Mannschaft. Ansonsten arbeiteten sich die Abwehrreihen aneinander ab. Hier die kompakte 6:0 der Loxtener, dort die 3:2:1 der Zweitliga-Reserve. „Dieses System sind die schon seit der Jugend gewohnt", sagte »Schmidti«, dessen Team sich gegen die Defensive mühte und „nur phasenweise" Lösungsmöglichkeiten fand. Über die Stationen 3:1 (7.), 3:3 (10.), 8:8 (24.) ging es mit einem 12:10 für die Gäste in die Halbzeitpause.

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Ferndorf II:
Hottgenroth, Broszinski; John (3), Haupt, Schneider, von Mende, Neitsch (3), Sorg (2), Klein (3), Pfeil (2), Ronge (3/1), Michel (3), Rengel.
Loxten: Possehl (1.-60.); Menger, Stockmann (3), Hölmer, Harting, J. Patzelt (3), Harnacke (3), Weigel, N. Patzelt, Steinkühler (1), Schulz, Meyer (6/6), Schröder (5).
Zeitstrafen: 4:4 – Ronge (3), Michel; Menger, Stockmann, Hölmer, Harting.
Siebenmeter: 3/1:6/6 – Pfeil und Michel scheitern an Possehl.
Schiedsrichter: Menke/Zent (Ahlen).
Zuschauer: 45.

Nachdem Jan Schröder in der 36. Minute zum 13:13 ausgeglichen hatte, folgte eine jener Phasen, in der es seine Mannschaft dann verstanden habe, Lösungen gegen Ferndorfs Deckung zu finden: Kreisläufer Jan Patzelt, Marlon Meyer vom Siebenmeterstrich und Marian Stockmann warfen die »Frösche« mit 16:13 (44.) in Front. Die erste Drei-Tore-Führung des Spiels war zugleich der bis dato deutlichste Vorsprung.

Doch das vermeintlich sichere Fahrwasser erwies sich als trügerisch: Sieben Minuten später hatte der TuS beim 17:18 aufgeschlossen. Während Ferndorf sich mit der dritten Zeitstrafe gegen Kai Ronge wenig später selbst schwächte (53.), „hatte ich den Vorteil, dass ich rotieren konnte", wie Schmidtmeier sagte. Jasper Steinlechner und die angeschlagenen Hendrik Peters und Nils Patzelt standen zunächst gar nicht auf dem Spielberichtsbogen, Letzterer wurde noch nachgetragen.

Als die Partie zu kippen drohte, waren es schließlich Schröder (2) und Kapitän Jan Patzelt, die mit ihren Toren Verantwortung übernahmen. Trotz 21:18 (56.) machten es die »Frösche« aber noch einmal unnötig spannend und schenkten in drei Angriffen den Ball her. „Darüber werden wir noch sprechen müssen, das war nicht allein Nervosität", sagte Schmidtmeier.

Gut also, dass auf den mit 15 Paraden starken Marco Possehl im Tor Verlass war, der in der 57. Minute den zweiten Siebenmeter entschärfte. Schmidtmeier: „Er hat ein gutes Spiel gemacht".

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