Versmold hilft heute nur ein Sieg

Johnny Dähne

Unter Druck: Laurentiu Erlic und der Tennispark Versmold droht bei einer Niederlage in Bielefeld der vorzeitige Abstieg in die Regionalliga.  - © Max Maschmann
Unter Druck: Laurentiu Erlic und der Tennispark Versmold droht bei einer Niederlage in Bielefeld der vorzeitige Abstieg in die Regionalliga.  (© Max Maschmann)

Versmold. „Wir sind dazu verdammt, die letzten beiden Spiele zu gewinnen. Aber auch der BTTC ist nicht ganz durch", sagt Versmolds Sportlicher Leiter Karsten Wolf vor dem ersten Aufschlag um 13 Uhr an der Voltmannstraße.

In der Tat gibt es Szenarien, in denen die Gastgeber des aktuell fünften Tabellenplatzes absteigen könnten. Dazu gehören zwei Niederlagen an den letzten beiden Spieltagen (heute gegen Versmold und Sonntag in Bremen) ebenso wie die Möglichkeit, das aus der ersten Liga zwei Vereine absteigen, die in die zweite Liga Nord eingruppiert würden. Dann käme es zu einem vermehrten Abstieg und drei Teams müssten den Gang in die Regionalliga antreten.

Deutlich weniger Konjunktive gibt es für Versmold: Der Tennispark muss heute und am Sonntag im Heimspiel gegen BW Aachen gewinnen, um überhaupt eine Möglichkeit auf den Ligaverbleib zu haben. „Natürlich hat Bielefeld die deutlich bessere Ausgangsposition. Ich sehe die Chancen dennoch 50:50, weil unsere Jungs gut drauf sind und sich hoffentlich einige Zuschauer mit auf den Weg machen werden", sagt Wolf.

Masur trifft auf den Ex-Versmolder Weßels

Sportlich betrachtet dürfte der Abstiegsthriller ein Highlight werden. An Position eins trifft TP-Spitzenspieler Daniel Masur auf den Ex-Versmolder Louis Weßels. Beide sind aktuell in starker Form. „Das ist natürlich ein sehr attraktives Spiel", erklärt der Bielefelder Coach Georg Magnus, wobei sich die erste Spielrunde mit der Partie der beiden »Zweier« Marvin Netuschil und Valentin Günther keinesfalls verstecken muss.

Ebenso entscheidend ist, wie sich die Akteure auf den hinteren Position schlagen. „Ein Matthias Wunner auf Position fünf ist ein echtes Brett ist. So einen Spieler dabei zu haben, ist natürlich Gold wert", blickt Wolf respektvoll nach Bielefeld.

Auch abseits der interessanten Duelle Mann gegen Mann birgt dieses OWL-Duell Zündstoff: Nach dem 6:3-Sieg der Versmolder in der Vorsaison sei das Verhältnis „angespannt" wie Georg Magnus zugibt. Damals hätten die Versmoldern beim witterungsbedingten Umzug in die Halle besser auf drei statt auf zwei spielen sollen. „Das war nicht nötig", sagt Georg Magnus im Rückblick auf das Duell am 11. August 2017, das erst um 22.14 Uhr beendet war.

Für Karsten Wolf ist das Miteinander zwischen den Klubs dadurch nicht beeinträchtigt. „Ich habe das als nicht so wild empfunden. Die Jungs haben damals noch bis spät in die Nacht in einer Diskothek gefeiert und haben gar keine Probleme miteinander", erklärt er. Bleibt abzuwarten, wer am Freitagabend wen einladen wird – und vor allem, wer mit den Punkten tanzen darf.

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