In Hörste ist die Asche grün

Bei der Schlackeschlacht der TG gehen 105 Mannschaften auf Torejagd

Andre Schneider

Publikumsmagnet: Das Duell der Mini-Minis von TG Hörste und HSG Union ’92 Halle verfolgte eine große Zuschauerschar an der Seitenlinie. - © Andre Schneider
Publikumsmagnet: Das Duell der Mini-Minis von TG Hörste und HSG Union ’92 Halle verfolgte eine große Zuschauerschar an der Seitenlinie. (© Andre Schneider)

Hörste. Das »Rothaus« feierte an diesem Turnier-Wochenende seine Handball-Feuertaufe. Das gesamte Catering spielte sich auf der Terrasse und im Clubraum ab. Der Außenbereich bot einen perfekten Blick über das Turniergelände. Das neue Vereinsheim der TG Hörste, erst vor wenigen Tagen feierlich eröffnet, bietet dem Turnier jetzt neue, deutlich bessere Möglichkeiten.

TG-Urgestein Sonja Schäper hat das Zentrum der TG-Gemeinschaft rasch ins Herz geschlossen. „Wir brauchen kein Duschzelt mehr und keine besonderen Umkleidemöglichkeiten", sagt sie am Freitag. „Das ist auch ein toller Anlaufpunkt, um sich später zum Zubinden zu treffen", ergänzt sie. Das »Rothaus« kommt also an. Die Terrasse ist bei bestem Sommerwetter gut gefüllt. Und frühstücken lässt sich da ebenfalls. Zusammen mit ihrem Mann Andreas nutzte Sonja Schäper das entsprechende Angebot.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt allerdings: In den Vorjahren war das Catering direkt am Eingang des Sportplatzes aufgebaut. Dort, neben dem Beachplatz, trafen sich sonst immer Sportler und Organisatoren. Vielleicht auch deshalb war die Fluktuation zwischen Sand- und Rasenpublikum in diesem Jahr nicht mehr so groß wie gewohnt.

In Hörste ist die Schlacke grün

Organisator Thomas Wöstmann freute sich dennoch über eine gelungene Veranstaltung. „Das Beachturnier hat sich zum echten Magneten entwickelt. Etwa ein Drittel der Mannschaften melden auf Sand", sagt Wöstmann, der den Wettbewerb als „mein Baby", bezeichnet. Den Kinderschuhen ist die Veranstaltung auf Sand aber inzwischen entwachsen. „Bei den Damen mussten wir gar einigen Mannschaften absagen", sagt Wöstmann. Auch bei umliegenden Vereinen ist es längst nicht mehr selbstverständlich, dass Turniere bis auf den letzten Platz ausgebucht sind.

Gibts doch nicht: Thomas Wöstmann und der geplatzte Ball. - © Andre Schneider
Gibts doch nicht: Thomas Wöstmann und der geplatzte Ball. (© Andre Schneider)

Die Freunde der beliebten Sommerevents nutzten das Turnier persönlich auf unterschiedliche Art und Weise. Bestes Beispiel: Milena Smolenski. Die B-Jugendliche ist jüngst von der JSG Bo/Di-Ver zu den »Rothosen« gewechselt – und möchte sich nun mit ihrer neuen Mannschaft einspielen. „Die spielen schon etwas intensiver", gibt sie nach dem knappen Sieg gegen JSG Hesselteich/Loxten in der Vorrunde zu. Trotzdem setzte Milena Smolenski auf der Mittelposition einige Akzente.

Für einen anderen TG-Neuzugang beginnt die Vorbereitung mit einer Zwangspause: Jonas Panofen, der die erste Herrenmannschaft verstärken soll, laboriert an einem Kreuzbandriss und nutzte den Freitag zu einem Ausflug: „Ich bin zum ersten Mal seit meiner Operation vor zwei Wochen wieder außer Haus unterwegs." Panofen wurde dabei Zeuge eines kuriosen Zwischenfalls.

Beim Herren-Beachturnier beförderten die Akteure vom Bezirksligisten TuS Brockhagen II im Duell mit Spradow einen Ball Richtung Straße. Ein Auto konnte nicht mehr ausweichen und überfuhr die Kugel. Das Spielgerät verabschiedete sich mit einem lauten Knall in die Turniergeschichte. Thomas Wöstmann war verblüfft: „Das hat es noch nie gegeben."

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