Die Fotos zum Hörster Bundesliga-Aufstieg

Mark Grzibek,Claus Meyer

Volle Ränge, überlegenes Spiel: Hörstes Rückraumspielerin Luisa Reckordt steigt in der Partie gegen die HSG Nienburg hoch. - © Mark Grzibek
Volle Ränge, überlegenes Spiel: Hörstes Rückraumspielerin Luisa Reckordt steigt in der Partie gegen die HSG Nienburg hoch. (© Mark Grzibek)

Hörste. Mit Siegen gegen die HSG Nienburg (17:12) und den VfL Bad Schwartau (19:16) machen die Handball-A-Mädchen der TG Hörste bereits am ersten Turniertag in der Masch den Triumph perfekt. 400 Zuschauer sind Zeuge.

Links an der Stirnseite der Haller Sporthalle prangt am Samstag unübersehbar ein Banner. #Kuhdorfonfire steht da. Wer möchte, kann den selbstironischen Gang der TG in Deutschlands höchste Jugend-Spielklasse auf Twitter verfolgen – und wird dabei nicht enttäuscht.

Die Fotos zum Hörster Bundesliga-Aufstieg

In dem Moment, in dem die TG Hörste heimische Handballgeschichte schreibt, wird Torhüterin Lisa Kaiser getunnelt. Die Stoppuhr zeigt 39:59 Minuten, als eine Spielerin von Bad Schwartau den Schlusspunkt unter das dritte Gruppenspiel des Tages setzt. Am Bundesligaaufstieg der TG besteht da längst kein Zweifel mehr. 11:7 liegt das Team von Trainer Dustin Lohde zur Pause vorn. Schon zu diesem Zeitpunkt bedürfte es eines Totaleinbruchs der Gastgeberinnen, um den Traum noch platzen zu lassen.

Denn die Ausgangslage vor dem Match gegen Bad Schwartau ist für Hörste top. Nach dem konsequent herausgespielten 17:12 gegen Nienburg und dem 15:20 der Bad Schwartauerinnen gegen denselben Gegner würde der TG eine Niederlage mit vier Toren Unterschied im zweiten Spiel reichen.

Es ist ein Rechenspiel, das nicht einmal im Ansatz Eingang in die Hörster Gedankenwelt findet. Eine halbe Stunde vor Beginn der vermeintlichen Pflichtaufgabe sind die TG-Mädchen im Tunnel. Im »Glutofen« Masch fliegen intensiv geworfene Bälle hin und her.

Auch während der Partie gibt es nicht die Spur von Übermut. Dabei hätte die TG Gründe für einen Spannungsabfall. Schnell steht es 5:1 für die Gastgeberinnen. Die Holsteinerinnen begegnen Hörste mit harter Gangart. Die TG bleibt unbeeindruckt, liegt nach der Pause zwischenzeitlich mit sieben Toren vorn. Die Tribüne ist spätestens ab der 35. Minute ein Tollhaus. Die Spielerinnen bleiben trotz aller Überlegenheit auf dem Feld und trotz aller Euphorie im unmittelbaren Umfeld fokussiert. Noch 90 Sekunden vor Ende hält Lohde die Seinen an, die Spannung zu halten.

Erst in der 40. und letzten Spielminute – die Ernte ist längst in der Scheune – erhebt sich die Bank. Hörstes Mädchen lachen, klatschen und umarmen sich. Manch eine verdrückt eine Träne. Dustin Lohde schreitet lächelnd und kopfschüttelnd die Reihen ab, als könne er das alles gar nicht fassen. Es folgen der Tunnel gegen Lisa Kaiser und die Schlusssirene. Das Kuhdorf steht in Flammen.

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