HK-Interview mit Thomas Lay: „Alles im Leben hat seine Zeit“

Max Maschman

Klare Ansagen: Die hat Trainer Thomas Lay (links) auf der SFL-Bank auch jungen Spielern wie Max Schäper gemacht. - © Christian Helmig
Klare Ansagen: Die hat Trainer Thomas Lay (links) auf der SFL-Bank auch jungen Spielern wie Max Schäper gemacht. (© Christian Helmig)

Loxten. Thomas Lay (44) wird beim Spiel der SF Loxten gegen TuS Ferndorf II zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank des Oberligisten sitzen. Ein Gespräch über Abschied, neue Aufgaben und den Sommerurlaub.

Thomas, vor Ihnen liegt nach drei Jahren bei den SF Loxten und vier bei der TG Hörste der erste Sommer ohne Saisonvorbereitung. Wohin geht’s in den Urlaub?

THOMAS LAY: Wir fliegen nach Mallorca, das haben wir schon letztes Jahr gemacht und ich freue mich drauf. Es ist tatsächlich der erste Sommer, wo ich mir keine Gedanken machen muss. Sonst hätte ich die Vorbereitung mit Testspielgegnern schon geplant. Das fällt weg und ist schön.

Die Partie gegen TuS Ferndorf II wird Ihr 78. und letztes Meisterschaftsspiel als Trainer der SF Loxten sein. Was löst der Abschied bei Ihnen aus?

LAY: Alles im Leben hat seine Zeit. Das ist eben ein sportlicher Abschnitt, der zu Ende geht. Das habe ich auch schon in Hörste mitgemacht, deshalb ist das für mich nichts Neues.

Am 5. September 2015 sind Sie mit einem 18:21 gegen die HSG Menden-Lendringsen in Ihre Amtszeit gestartet. Welche Erinnerungen haben Sie an das Spiel?

LAY : Eine katastrophale erste Halbzeit. Es ist von allen Seiten eingeschlagen. Menden war ja auch eine Topmannschaft, die zwei Jahre später aufgestiegen ist.

Jetzt, fast drei Jahre später, werden die »Frösche« nach einem neunten Platz in der Saison 2015/16 und Platz vier 2016/17 wohl zum zweiten Mal den Sprung in das vordere Mittelfeld schaffen. Haben Sie das Maximum aus der Mannschaft herausgeholt?

LAY: Ich glaube, dass es noch Luft nach oben gibt. Also nein.

Wo können sich die Sportfreunde denn noch steigern?

LAY: Es gibt so viele Bereiche in diesem komplexen Spiel, in dem wir uns verbessern können. Das zweite Saisonspiel in Jöllenbeck (27:28, d. Red.) war für uns beispielsweise ein Wirkungstreffer, von dem wir uns unmittelbar danach nicht erholt haben. Aber es ist schwer, den Fokus immer hochzuhalten. Die Ausreißer darf man da nicht überbewerten. Ich finde aber, dass wir in diesem Bereich inzwischen eine Kontinuität hineinbekommen haben und auch Spiele über die Runden schaukeln können.

Was fehlt den SF Loxten noch zum Spitzenteam?

LAY: Aus personeller Sicht sind es Welten, die uns zum Beispiel von Spenge trennen. Da sieht man, dass es immer noch Jungs gibt, die schneller und besser sind. Auch Schüttemeyer oder Sundberg ( die jüngsten Transfers der TSG A-H Bielefeld, d. Red. ) werden durch ihre Individualität ganz andere Lösungsmöglichkeiten finden.

Was haben Sie bei Ihrer Arbeit mit den Spielern in Loxten gelernt?

LAY: Sie können alles noch etwas besser als die in Hörste. Gerade taktische Inhalte werden in höheren Leistungsklassen noch schneller von den einzelnen Spielern umgesetzt. Insgesamt haben wir eine gute Mischung aus jungen Spielern, die noch Luft nach oben haben, und Routiniers.

Ab Sommer ist Dirk Schmidtmeier als Trainer des Oberligisten verantwortlich. Was erwarten Sie von ihm?

LAY: Ich glaube, dass er neue Impulse setzen kann. Gerade für die Spieler ist es gut, dass sie noch mal neuen Input bekommen. Das wird gut funktionieren, denke ich.

Sie wechseln stattdessen in die Sportliche Leitung des Vereins. Wie sieht Ihr neues Aufgabenfeld aus?

LAY: Ich war mit »Schmiddi« ( Dirk Schmidtmeier, d. Red. ) ja schon länger in Kontakt, was die personellen Entscheidungen angeht. Ich glaube, dass ich da ein ganz gutes Netzwerk habe, was auch in Zukunft nützlich ist.

Werden Sie künftig an anderer Stelle noch mal auf die Trainerbank zurückkehren?

LAY: Das will ich nicht ausschließen. Ich befinde mich in einem guten Alter und habe einige Erfahrungen gesammelt. Sollte etwas Interessantes kommen, werde ich hinhören.

Wenn Sie einen Wunsch für das letzte Heimspiel gegen TuS Ferndorf II frei hätten, welcher wäre das?

LAY: Gewinnen. Das reicht.

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.