Gerry Weber Open: Weber bietet buntes Feld

Stephanie Fust

Vorfreude: Pressesprecher Sascha Detlefsen (von links), Turnierdirektor Ralf Weber und Marketingleiter Stephan Pumpe stellten das Spielerfeld der 26 Gerry Weber Open vor. - © Foto: Christian Helmig
Vorfreude: Pressesprecher Sascha Detlefsen (von links), Turnierdirektor Ralf Weber und Marketingleiter Stephan Pumpe stellten das Spielerfeld der 26 Gerry Weber Open vor. (© Foto: Christian Helmig)

Halle. Mischa Zverev ließ zuletzt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung wissen, dass er dabei ist, sein Spiel zu verändern. Weniger Serve & Volley, da er über die Jahre zu berechenbar für die Gegner geworden sei, erklärt der 30-Jährige, einer der letzten Vertreter dieser aussterbenden Zunft im Welttennis. Ralf Weber wird das nicht gerne gehört haben. Denn nicht nur Tennis-Ikone John McEnroe hat sich unlängst als Zverev-Fan geoutet, wohl weil dieser dessen eigenen Spielstil aufrecht hält. Auch Weber freut sich besonders auf die erneute Teilnahme des in Monaco lebenden Hamburgers. Denn Mischa Zverev ist ein wichtiger Baustein bei der Zusammensetzung eines abwechslungsreichen Teilnehmerfeldes der 26. Gerry Weber Open (16. bis 24. Juni 2018).

„Die Mischung macht’s“, sagt Weber, der bei der turnusmäßigen Medienkonferenz von Pressesprecher Sascha Detlefsen und Marketingdirektor Stephan Pumpe, unterstützt wurde. „Wir bieten Weltstars, die deutschen Davis-Cup-Profis und die Spieler der nächsten Generation.“ Das in Kombination mit unterschiedlichen Spielertypen – und das Feld für erfolgreiche Gerry Weber Open ist bestellt. Schon jetzt sind die Tickets für das Finalwochenende nahezu vergriffen.

Gerry Weber Open: Weber bietet buntes Feld

John Isner beispielsweise übernimmt bei seinem Debüt in Halle die Rolle, die bislang der Kroate Ivo Karlovic einnahm. Der 2,08 Meter-Hüne macht vor allem aufgrund seines schnellen und präzisen Aufschlags von sich reden. Isner zählt neben Altmeister Goran Ivanisevic, Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer und eben Karlovic zu dem Kreis derer, die auf der ATP-Tour direkte Punkte im fünfstelligen Bereich serviert haben. Zudem ist der 32 Jahre alte Miami-Gewinner US-Amerikaner, ebenfalls eine Rarität bei den Gerry Weber Open. „Es freut uns immer sehr, wenn wir auch mal US-Spieler präsentieren können“, sagt Weber. In diesem Jahr sind es derer sogar zwei: Auch Steve Johnson (ATP 55) macht sich auf den Weg nach Ostwestfalen.

Isner ist als Weltranglisten-Neunter einer von vier Top-Ten-Profis bei den GWO. Roger Federer (ATP 2) kommt, um seine Titelsammlung zu erweitern. Isner, Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev (ATP 3), der Österreicher Dominic Thiem (ATP 7) oder vielleicht auch einer der die Zukunft verkörpernden Hochgepriesenen (Hyeon Chung, Anrej Rublew, Borna Coric, Karen Khachanow, Stefanos Tsitsipas), werden alles daran setzen, dem Schweizer dessen zehnte GWO-Trophäe streitig zu machen.

Ebenso Mischa Zverev. Mit dem Gewinn der Doppel-Konkurrenz 2008 und seiner letztjährigen Doppel-Finalteilnahme an der Seite seines Bruders Alexander hat dieser seine Visitenkarte in Halle bereits abgeben. Und auf Rasen wird er dann wohl doch wieder auf seine bewährte Serve&Volley-Taktik setzen.

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