Berliner Halbmarathon als Hermann-Vorbereitung

SVEN HAUHART

Vater-Sohn-Team: Olaf und Nils Kirschnick (von links), Guido und Jan-Eric Hornberg sowie Stefan und Mika Fynn Uthmann posieren vor dem Alex in Berlin. - © Sven Hauhart
Vater-Sohn-Team: Olaf und Nils Kirschnick (von links), Guido und Jan-Eric Hornberg sowie Stefan und Mika Fynn Uthmann posieren vor dem Alex in Berlin. (© Sven Hauhart)

Halle/Hörste . Keine Frage – für die meisten heimischen Hobbyläufer ist und bleibt der am Sonntag zum 47. Mal stattfindende Hermannslauf das Nonplusultra. Alles andere ist lediglich Vorbereitung auf die 31,1 Kilometer zwischen Detmold und Bielefeld. Dass ein Trainingslauf für den heimischen Klassiker aber durchaus auch etwas ganz Besonderes sein kann – davon können Olaf Kirschnick, Guido Hornberg und Stefan Uthmann ein Lied singen. Gemeinsam mit ihren Söhnen starteten sie Anfang April beim Berliner Halbmarathon.

„Es ist ein tolles Gefühl, mit dem Sohn Hand in Hand über die Ziellinie zu laufen"

Die Idee dazu hatten Jan-Eric Hornberg und Mika Fynn Uthmann. Die beiden 15-Jährigen hatten ihre Väter im vergangenen September zum Marathon nach Berlin begleitet und sich beim Anfeuern von der Stadt und der Atmosphäre begeistern lassen. Wieder zu Hause angekommen, entwickelten die beiden Hörster Jungs schnell die Idee, gemeinsam mit ihren Vätern im April nach Berlin zurückzukehren. Olaf Kirschnick, ein alter Studienfreund von Stefan Uthmann und sein 27-jähriger Sohn Nils mussten nicht lange überlegen und schlossen sich der Laufgruppe an, zu der auch noch Ingo Hornberg und Heinrich Beintmann gehören.

Von dem Terrorverdacht und den im Vorfeld des Halbmarathons festgenommen sechs Männern haben die heimischen Läufer aus Halle und Hörste in der Hauptstadt nichts mitbekommen. „Wir haben die große Polizeipräsenz gerade im Start-Ziel-Bereich auf der Karl-Marx-Allee schon wahrgenommen. Aber das ist ja nach dem Attentat beim Boston-Marathon schon fast ein normales Bild", sagt Stefan Uthmann.

Und so überwog eindeutig das Vater-Sohn-Erlebnis. „Es ist ein tolles Gefühl, mit dem Sohn Hand in Hand über die Ziellinie zu laufen", schildert Stefan Uthmann. Für ihn und Sohn Mika Fynn stoppte die Uhr bei 1:57 Stunde. Damit erreichte der 15-Jährige einen tollen 24. Platz bei den männlichen B-Jugendlichen. Noch besser war Jan-Eric Hornberg, der mit 1:43 Stunde Platz elf bei den männlichen B-Jugendlichen belegte. Vater Guido hatte gemerkt, dass der Filius schneller als er war und ihn im Rennverlauf dazu aufgefordert, ihn abzuhängen. Olaf und Nils Kirschnick überquerten die Ziellinie gemeinsam in 2:03 Stunden.

Beim Hermannslauf dürfen Jan-Eric Hornberg und Mika Fynn Uthmann aufgrund ihres jungen Alters noch nicht starten. Insofern bleibt ihnen am Sonntag wieder nur die Zuschauerrolle. Doch zumindest Jan-Eric ist vom Laufsport so begeistert, dass er am Ball bleiben will. Gute Voraussetzungen also, dass die 31,1 Kilometer zwischen Detmold und Bielefeld auch für ihn irgendwann zum Nonplusultra werden.

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