HK-Interview mit Handballer Simon Schulz: „Das hat mich weitergebracht“

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Tordrang: 132 Mal hat Mittelmann Simon Schulz bisher für die Spvg. Steinhagen getroffen. Am Sonntag möchte er mit seinem Team gegen Verl die Hinspielniederlage ausmerzen. - © Max Maschmann
Tordrang: 132 Mal hat Mittelmann Simon Schulz bisher für die Spvg. Steinhagen getroffen. Am Sonntag möchte er mit seinem Team gegen Verl die Hinspielniederlage ausmerzen. (© Max Maschmann)

Altkreis Halle. Vor dem Kreisderby gegen Verl am Sonntag spricht Steinhagens Simon Schulz (21) über seine Vergangenheit beim TV und den Wechsel zu SF Loxten.

Herr Schulz, wenn es am Sonntag in der Schlussminute Unentschieden stünde, würden Sie den entscheidenden Siebenmeter werfen?

SIMON SCHULZ: Bei uns ist eigentlich Jan-Phillip Lindemann für die Siebenmeter zuständig. Ich hoffe, dass er bis dahin alle Strafwürfe verwandelt hat, damit ich nicht ran muss. ( Dass Lindemann ausfällt, wusste Schulz noch nicht ).

Die Frage spielt auf das Hinspiel an, als sie durch einen späten Siebenmeter mit 26:27 verloren haben. Welche Erinnerungen haben Sie an das Kreisderby in Verl?

SCHULZ: Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt, uns von der Derby-Atmosphäre anstecken lassen und uns mit den Entscheidungen der Schiedsrichter aufgehalten. Die Schlussphase war zerfahren und wild. Wie es ausgegangen ist war sehr unglücklich. Ein Punkt hätte es für uns sein müssen.

Die Niederlage war symptomatisch für den Saisonverlauf. Die Spvg. hatte vor der Saison Ambitionen auf einen Spitzenplatz angemeldet, musste zwischendurch um den Klassenerhalt zittern und ist nun Tabellenzehnter mit 20:22 Punkten. Woran liegt das?

SCHULZ: An unserer Auswärtsschwäche. Wir haben auswärts nur fünf Punkte geholt. Da passten unsere Leistungen meist nicht. Zuhause können wir eigentlich ganz zufrieden sein. Die Leistungen waren zwar nicht immer überzeugend, aber wir haben zumindest die Punkte geholt. Zudem hatten wir zwischenzeitlich einige Ausfälle, die wir nicht kompensieren konnten. Etwa von Fabian Karnath, Kevin Kasper oder Sebastian Brüggemeyer.

In das Bild der wechselhaften Leistungen passt, dass sie nach dem 22:39 in Harsewinkel zuletzt Spitzenreiter LiT Tribe Germania II mit 32:25 geschlagen haben. Worauf kommt es gegen Verl an?

SCHULZ: Wir werden versuchen unser Heimspiel-Gesicht zu zeigen. Wir wollen eine gute Deckung spielen, um Tore aus der ersten und zweiten Welle zu erzielen. Das tut unserem Spiel ganz gut. Vorne müssen wir cleverer spielen – anders als im Hinspiel.

Nicht alle wissen, dass Sie in der A-Jugend ein Jahr für den TV Verl gespielt und in Bezirksliga-Reserve ausgeholfen haben. War die Zeit dort für Ihre persönliche Entwicklung hilfreich?

SCHULZ: Ich bin dorthin gegangen, weil wir in Steinhagen keine Jugendmannschaft hatten. Das Jahr dort hat mich auf jeden Fall weiter gebracht. Die A-Jugend-Oberliga ist eine spielerisch und technisch gute Liga.

Mit Ihren konstant guten Leistungen (132 Saisontore) haben Sie das Interesse der SF Loxten geweckt. Warum haben Sie sich gegen Steinhagen entschieden?

SCHULZ: Das war eher eine Entscheidung für Loxten als gegen Steinhagen. Schon letztes Jahr gab es die Überlegung zu wechseln. Ich bin aber in Steinhagen geblieben, weil ich mich hier sehr wohl fühle. Ich glaube, dass wir in Loxten nächstes Jahr eine gute Truppe haben und ich mich dort weiterentwickeln kann.

Die »Frösche« verfügen über eine Vielzahl exzellenter Rückraumspieler. Woran müssen Sie persönlich arbeiten, um sich durchzusetzen?

SCHULZ: Ich bin sicher, dass sich die Rückraumspieler in der kommenden Saison gut ergänzen werden. Von den körperlichen Voraussetzungen kann ich mich aber sicher noch weiterentwickeln.

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