Sinja Struve springt zum Deutschland-Cup

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Scheinbar schwerelos: Obwohl sie verletzungsbedingt kaum trainierte, zeigte Sinja Struve beim Qualifikationswettkampf eine starke Vorstellung. - © Henrik Martinschledde
Scheinbar schwerelos: Obwohl sie verletzungsbedingt kaum trainierte, zeigte Sinja Struve beim Qualifikationswettkampf eine starke Vorstellung. (© Henrik Martinschledde)

Steinhagen (HK). Beim Qualifikationswettkampf für die Teilnahme beim Deutschland-Cup traten in Hamm mehr als 50 Turnerinnen in vier Altersklassen an. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten werden am 9./10. Juni den Westfälischen Turnerbund beim Deutschland-Cup im sächsischen Delitzsch vertreten. Am Start waren in Sinja Struve und Louisa Bartel auch zwei Turnerinnen der Spvg. Steinhagen. Beide hatten am Ende allen Grund zum Jubeln.

Dabei standen die Vorzeichen für Sinja Struve alles andere als günstig: Im Januar brach sich die Zwölfjährige beim Balkentraining beide Füße und musste eine Trainingspause einlegen. Erst in der vergangenen Woche konnte sie alle Übungsteile schmerzfrei trainieren. „Umso beeindruckender, wie ausdauernd und hartnäckig sie sich von Training zu Training kämpfte und ihr Ziel, die Qualifikation zu schaffen, nicht aus den Augen verlor", sagte Trainerin Kirsi Rohmeier.

Diese Zielstrebigkeit zeichnete Sinja Struve jetzt auch im Wettkampf aus. Am Sprung und Stufenbarren gelang ihr ein Start nach Maß. Auch am Schwebebalken lief alles nach Plan, bis sie ausgerechnet beim letzten Element das zehn Zentimeter schmale Turngerät verlassen musste. Doch statt Trübsal zu blasen, meisterte das Turntalent auch das letzte Gerät, den Boden, mit Bravour und erzielte die höchste Punktzahl aller Turnerinnen.

Stolze Turnerinnen: Sinja Struve (links) und Louisa Bartel von der Spvg. Steinhagen mit Pokalen und Urkunden. - © Spvg. Steinhagen
Stolze Turnerinnen: Sinja Struve (links) und Louisa Bartel von der Spvg. Steinhagen mit Pokalen und Urkunden. (© Spvg. Steinhagen)

Freudestrahlend nahm Sinja Struve den Silberpokal entgegen. Dank Platz zwei qualifizierte sie sich als erste Turnerin der Spvg. Steinhagen für einen Einzelwettkampf auf Bundesebene. „Was für ein Erfolg", jubelte Kirsi Rohmeier.

Obwohl sie als deutlich jüngste Turnerin des gesamten Wettkampfs teilnahm, versteckte sich die elfjährige Louisa Bartel keinesfalls. „Ihre großen Trainingsfortschritte waren besonders am Sprung und am Stufenbarren zu bestaunen", berichtete Kirsi Rohmeier. Auch die Schwebebalkenkür gelang ihr trotz eines Sturzes gut, brachte aber nicht die erhofften Punkte ein. Erstmals zeigte die Steinhagenerin ihre neue Bodenübung im Wettkampf. Auch die gelang und wurde mit der dritthöchsten Wertung an diesem Gerät belohnt.

Die Steinhagener Freude hätte nicht größer sein können, als nach Sinja Struve in Louisa Bartel die zweite Spvg.-Turnerin das Treppchen betreten durfte und überglücklich den Bronzepokal entgegennahm. Mit vielem hatte Kirsi Rohmeier gerechnet, aber nicht damit, dass beide Schützlinge den Wettkampf mit einem Pokal verlassen würden.

Mit etwas Glück könnte Louisa Bartel ihre Trainingskameradin nach Delitzsch begleiten. Denn je nach Meldezahl wird der Westfälische Turnerbund auch die Drittplatzierten des Qualifikationswettkampfs melden dürfen.

Für beide Turnerinnen steht zuvor die Vorbereitung auf den ersten Oberligawettkampf am 14. April in Rheda an.

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