Bittere Niederlage für die Spvg. Steinhagen

Max Maschman

Die Handballer der Spvg. Steinhagen haben gegen den SuS Oberaden verloren. - © Max Maschmann
Die Handballer der Spvg. Steinhagen haben gegen den SuS Oberaden verloren. (© Max Maschmann)

Steinhagen. Wer nach Schlusspfiff einen Blick in das Steinhagener Seelenleben gewinnen will, der muss nur Simon Schulz beobachten. Mit hängendem Kopf schleicht er vom Feld, während hinter ihm im Lager der Gäste der Wahnsinn ausbricht. „Das ist eine Niederlage, die wehtut und an der wir zu knapsen haben werden", bestätigt ein bedienter Trainer Torben Gottsleben.

25:24 führt seine Mannschaft in der 58. Minute gegen den Tabellenzweiten, als Jan Phillip Lindemann frei vor dem Tor von Oberadens Marvin Makus auftaucht – und das Leder deutlich über das Gebälk wirft. Auf der Gegenseite bleibt der achtfache SuS-Torschütze Fabian Lauber auch bei seinem fünften Siebenmeter humorlos und versenkt ihn gegen den mit insgesamt zwölf Paraden auftrumpfenden Spvg.-Youngster Hannes Köhne zum 25:25-Ausgleich.

Bittere Niederlage für die Spvg. Steinhagen

Eine halbe Minute ist noch auf der Uhr, als Lindemann, den sie am Cronsbach alle nur »Zivi« rufen, endgültig zum tragischen Helden der Gastgeber avanciert. „Das war eine Eins-gegen-eins-Situation, die Zivi mit einer Wahrscheinlichkeit von 70:30 gewinnt", wird Gottsleben später vorrechnen. Ärgerlich aus Sicht der Spvg., dass Lindemann dabei ein Stürmerfoul begeht und Oberaden in Ballbesitz kommt. Die Gäste, nach doppelter Zeitstrafe gegen Lukas Noe (56.) in der »Crunchtime« gehandicapt, nehmen ihren Torwart zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers heraus und setzen Spielertrainer Alexandros Katsigiannis in Szene. Drei Sekunden vor Schluss erzielt der Ex-Zweitligaspieler von Rechtsaußen das entscheidende Tor zum 26:25-Endstand für Oberaden.

Die Spvg. lässt zu viele Chancen ungenutzt

„Wir waren einfach nicht clever genug, um in diesen vier Minuten den Deckel draufzumachen", hadert Gottsleben. Klammert man diese unglückliche Phase aus, sei es aber ein gutes Spiel gewesen, bestätigt Gottsleben. Die Spvg. findet vor 150 Zuschauern gegen die kompakte 6:0-Deckung der »Cobras« viele spielerische Lösungen, muss sich aber im zweiten Durchgang ankreiden lassen, zu viele klare Chancen nicht genutzt zu haben.

Dass die Spvg. nach 7:5-Führung (14.) und 10:15 (29.)-Rückstand beim 22:22 (51.) ausgleicht und kurz darauf in Führung geht, ist auch ein Verdienst ihrer starken 3:2:1-Formation. „Sehr ordentlich", findet Gottsleben die Abwehrleistung – die aber unbelohnt bleibt.

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