LokalsportHörste empfängt Ligafavorit Isselhorst

Johnny Dähne

Zupackend: Die Isselhorster Abwehr wird es den Angreifern um Julius Hagemann (r.) auch heute nicht leicht machen. - © Johnny Dähne
Zupackend: Die Isselhorster Abwehr wird es den Angreifern um Julius Hagemann (r.) auch heute nicht leicht machen. © Johnny Dähne

Hörste. Ein Nachteil sei es sicherlich nicht, dass er gegen die meisten der Isselhorster Hochkaräter um die Ex-Spenger Simon Hanneforth und Christoph Harbert selbst schon mal gespielt hat, sagt Christian Blankert. Im Kreisderby am heutigen Freitag um 20.15 Uhr zwischen der TG Hörste und dem hochgehandelten Tabellenführer wird sich für den Hörster Trainer ein Wunsch allerdings nicht erfüllen.

„Ich kann mich leider nicht mit einem Joystick an die Seitenlinie stellen und alles selbst regeln. Das möchte ich aber auch gar nicht, weil meine Spieler heiß genug auf diese große Bewährungsprobe sind", sagt Blankert. Dabei ist er sich der Größe der Aufgabe im ersten Heimspiel nach dem mit 29:21 erfolgreichen Saisonauftakt bei SV SW Havixbeck bewusst. „Isselhorsts großes Plus ist die körperlich sehr starke Abwehr", sagt Blankert angesichts des defensiven »6:0-Ungetüms« mit Hanneforth und Benjamin Zöllner im Innenblock. Dass Zwei-Meter-Hüne Julian Höcker wie beim jüngsten 34:13-Kantersieg gegen Kinderhaus sogar »nur« auf der Halbposition deckt, ist ein Luxus, den sich die Isselhorster angesichts ihres aufgerüsteten Kaders leisten können. Veredeln sollen die gute Abwehrarbeit – zu der auch Torwart-Neuzugang Tobias Linke vom CVJM Rödinghausen beiträgt – vor allem Gegenstöße über die schnellen Außen Harbert und Marvin Gregor.

Dass sich die Landesliga mit Blick auf die bisherigen Ergebnisse dieser Saison in eine Drei-Klassen-Gesellschaft – bestehend aus Isselhorst (Klasse 1), Verfolgern wie Brockhagen, Hörste und Ladbergen (Klasse 2) sowie Mannschaften um Havixbeck und Kinderhaus (Klasse 3) – entwickeln wird, glaubt Blankert aber noch nicht. „Das ist mir noch zu früh in der Saison. Ab dem fünften Spieltag wird man da genauer schauen können", sagt der Trainer.

Blankert hat im Isselhorster Spiel durchaus auch Schwachstellen entdeckt und sieht deshalb durchaus eine Chance für seine Mannschaft. „Wir sind gegen jeden Gegner konkurrenzfähig – auch gegen Isselhorst", erklärt er. Fehlen wird bei den Gastgebern einzig Marcel Moukhtari wegen eines Leistenbruchs.

Mit 60 Prozent zum Kantersieg

 Beim 34:13-Erfolg gegen Kinderhaus ließen die Handballer des TV Isselhorst am zweiten Spieltag zum ersten Mal richtig die Muskeln spielen. Nach 30 Prozent beim 31:29 zum Auftakt in Telgte hatte TVI-Coach Dirk Elschner seine Mannschaft immerhin schon „bei vielleicht 60 Prozent" ihres Leistungsvermögens gesehen. Gegen Hörste fordert er eine weitere Steigerung. „Die Halle wird voll sein, und die TG wird uns richtig fordern", glaubt Elschner. Den Abgang von Max Schäper nach Loxten sieht er dabei nicht als Schwächung für die Gastgeber: „Jetzt verlassen sich nicht mehr alle auf einen, sondern alle hauen sich noch mehr rein." (kra)

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