Starker Aufsteiger: TP Versmold beendet Saison mit zweitem Platz

Johnny Dähne

Glückwunsch: Auch Bielefelds Jannik Rother (rechts) musste Isak Arvidsson gratulieren. Versmolds Nummer kam in der abgelaufenen Saison auf die starke Bilanz von 13:2 Siegen. - © Johnny Dähne
Glückwunsch: Auch Bielefelds Jannik Rother (rechts) musste Isak Arvidsson gratulieren. Versmolds Nummer kam in der abgelaufenen Saison auf die starke Bilanz von 13:2 Siegen. (© Johnny Dähne)

Versmold. 27 Grad und zehn Sonnenstunden: Die Aussichten für Karsten Wolfs ersten Urlaubstag in Scharbeutz könnten kaum besser sein. Der Teammanager von Tennis-Zweitligist Tennispark Versmold fährt am heutigen Dienstag mit seiner Familie an die Ostsee, wo ihn eine Wetterlage erwartet, die zur Stimmung der vergangenen vier Wochen in und um seine Mannschaft passt: äußerst sonnig.

„Für uns ist es sehr gut gelaufen, viel mehr konnten wir nicht erwarten“, sagt Karsten Wolf nach fünf Siegen, drei Niederlagen und Platz zwei in der Abschlusstabelle hinter dem ungeschlagenen Meister TC Blau-Weiß Neuss. Schaut man auf die einzelnen Partien, fällt auf, dass kein richtig klares Ergebnis dabei war. Auch wenn zwei Partien schon nach den Einzeln entschieden waren – das Endergebnis lautete vier Mal 6:3 und vier Mal 5:4. Auch die Bilanz der Champions-Tiebreaks gestaltete sich ausgeglichen: 27 von insgesamt 72 Matches mit Versmolder Beteiligung fanden auf diese Art ihren Sieger, wobei der Tennispark 14 gewann und 13 verlor.

„Das unterstreicht die Ausgeglichenheit in der Liga, in der wir uns als Aufsteiger trotz der Verletzungsprobleme zu Beginn sehr stark behauptet haben“, erklärt Wolf mit Blick auf die angeschlagenen Topspieler Daniel Masur (Schulter) und Marvin Netuschil (Arm), die erst ab der Hälfte der Saison (Masur) beziehungsweise erst in den letzten beiden Saisonspielen (Netuschil) weitestgehend beschwerdefrei auf den Platz gehen konnten.

So hatte der an Position drei spielende Schwede Isak Arvidsson die beste Bilanz aller Tennispark-Akteure: 7:1 Siege in Einzel und 6:1 Erfolge im Doppel „sind schon sehr eindrucksvoll. Er hat für die Position ein sehr hohes Niveau mitgebracht und wäre ja fast ohne Niederlage aus den Einzeln rausgegangen, wenn er in Berlin gegen Molleker seinen 5:0-Vorsprung im Match-Tiebreak (Endergebnis: 8:10/d. Red.) ins Ziel gebracht hätte“, erläutert Wolf zur einzigen Pleite Arvidssons gegen eines der am höchsten gehandelten deutschen Nachwuchstalente.

Dabei hebt Wolf den Charakter seiner Neuzugänge hervor: „Da haben wir mit Isak und Christian Samuelsson richtig Glück gehabt. Sie haben sich toll in die Gruppe eingefügt“, sagt Wolf, der den scheidenden Trainer Ion Geanta ebenfalls heraushebt: „Ion hat mit seiner ruhigen Art einen guten Zugang zu den Jungs gehabt und sich voll eingebracht.“

Personell müssen sich die Tennispark-Fans – von ihnen kamen durchschnittlich knapp 150 zu den vier Heimspielen – bis auf die neu zu besetzende Trainerposition wohl auf wenige Veränderungen einstellen: Für die kommende Saison haben in Isak Arvidsson, Johann Willems und Antoniu-Laurentiu Erlic die Nummern drei, fünf und sechs der abgelaufenen Saison bereits zugesagt. Mit der Nummer eins und Nummer zwei, Daniel Masur und Marvin Netuschil, „befinden wir uns in sehr guten Gesprächen. Mit den weiteren Spielern besprechen wir uns in den nächsten Wochen“, sagt Wolf. Übersetzt ins Meteorologen-Deutsch heißt das für die Aussichten 2018 am Caldenhofer Weg: heiter bis sonnig.

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