Kerkmann fordert Sansar

44. Weihnachtscrosslauf

3758ÿClaus-Wener Kreft

Start mit Weihnachtsmann: Die Athleten und Athletinnen des Weihnachtscross laufen die ersten Meter traditionell mit dem Gabenbringer. Auf diesem Foto von 2014 kämpfen Daniel Knoepke (links) und Jan Kerkmann (Nummer 10) um eine gute Ausgangsposition. l - © Foto: Claus Meyer
Start mit Weihnachtsmann: Die Athleten und Athletinnen des Weihnachtscross laufen die ersten Meter traditionell mit dem Gabenbringer. Auf diesem Foto von 2014 kämpfen Daniel Knoepke (links) und Jan Kerkmann (Nummer 10) um eine gute Ausgangsposition. l (© Foto: Claus Meyer)

Borgholzhausen. Mit der 44. Auflage seines Weihnachtscrosslaufs bietet der LC Solbad Ravensberg am Sonntag wieder ein Event an, zu dem die regionale Langlaufszene in Scharen strömen wird. Die Felder werden erneut eine bunte Mischung aus Leistungs- und Freizeitläufern bieten. Im Vorjahr zählte das 16-Kilometer-Hauptrennen 657 Finisher, zu den weiteren Wettbewerben traten insgesamt 307 Teilnehmer an.

„Nachmeldungen vor Ort sind noch möglich“, versichert Sabine Lünstroth vom Organisationsteam des LC Solbad. Die Startschüsse im Ravensberger Stadion fallen um 11 Uhr (16 Kilometer), 11.15 Uhr (fünf und zehn Kilometer) und 11.20 Uhr (7,5 Kilometer Walking). Eine Änderung betrifft den Laufkurs in der Startphase: Das Stadion wird durch den Haupteingang verlassen. Statt über den Wiesenpfad, der für das hintere Feld oft extrem rutschig wurde, geht es dann den asphaltierten Wichlinghauser Weg hinauf.

Beim Klassiker über 16 Kilometer ist die Neuauflage eines interessanten Duells zu erwarten: Elias Sansar (36) trifft auf den elf Jahre jüngeren Jan Kerkmann, der ihn in diesem Jahr schon beim Luisenturm- und Böckstiegel-Lauf herausforderte. Sansar wird immer mehr zu einem Meister der Serie, nicht nur beim Hermannslauf: Seit Dezember 2015 entschied er die vier wichtigsten Altkreis-Läufe für sich. Jetzt hat er die Chance, Luisenturmlauf, Nacht von Borgholzhausen, Böckstiegel-Lauf und Weihnachtscross sogar innerhalb eines Kalenderjahres zu gewinnen.

Info

Auf Punktejagd beim Trailrunning-Cup

•  Erneut ist der Weihnachtscross zweifach in den Active Trailrunning-Cup (TRC) integriert. Für das traditionelle »Classic«-Format bildet er die dritte, für den noch jungen Ableger »Short« bereits die vierte von fünf Stationen der Serie 2016/17. Als Favorit im kürzeren Wettbewerb gilt einmal mehr der Ex-Solbader Ingmar Lundström, der schon vor zwölf Monaten die zehn Cross-Kilometer gewann und zuletzt zweimal die Idealziffer 1 erreichte. Vorjahrssiegerin Franzi Bossow trat erst einmal an und muss am Sonntag punkten, um in der Cup-Wertung zu bleiben. Der »Frauen-Classic« kennt diesmal nur eine Favoritin, die W 35-Jungseniorin Melanie Genrich von der SV Brackwede (ein Start, Gesamtplatzziffer 19). Weitaus umkämpfter ist der Männerwettbewerb, in dem TRC-Debütant Elias Sansar aus Detmold den Titelverteidiger Jan Kerkmann (TSVE Bielefeld) herausfordert. Letzterer begann beim OWD-Heimspiel mit der Punktziffer 1, die ihm Sansar beim Böckstiegel-Lauf wegschnappte. Der aktuelle Stand im »Männer-Classic« nach zwei Wertungsrennen: 1. Jan Kerkmann 3 Punkte, 2. Björn Ender (Hameln) 7, 3. Felix Manske (Lemgo) und Sven Clasbrummel (Gütersloh) je 11, 5. Flemming Neumann (Lemgo) 14. Bester Altkreis-Läufer: 9. Henning Weßling (LC Solbad) 27. – Aussichtsreichste Verfolger mit bislang nur einem Start: Elias Sansar 1, Adam Janicki (SV Brackwede) 3, Björn Bohle (TSVE Bielefeld) 4.

Phänomenal ist auch Sansars Marathon-Frequenz: 2016 bestritt Sansar fünf Rennen über die klassische Distanz von 42,195 Kilometer, mehr als jeder andere Läufer der erweiterten nationalen Spitze. Er siegte dabei in Gelsenkirchen, Löningen und Essen, war bester Deutscher in Münster und unterstützte in Frankfurt die Top-Läuferin Mona Stockhecke als Pacemaker. Sie wurde am Ende Achte in 2:31:30 Stunden.

Von den Solbader Lokalmatadoren sind unter anderem Daniel Knoepke, der Vorjahrsfünfte Dirk Strothmann und sein Bruder Jörn dabei, über zehn Kilometer die Nachwuchsläufer Paul Moritz Hundeloh (im Vorjahr Zweiter hinter Ingmar Lundström) und Jan Geisemeier. Bei den Frauen wird eine neue Siegerin gesucht: Victoria Willcox-Heidner, die 2015 so sehr überzeugte, will diesmal verzichten.

So könnte der Weg frei sein für die damals von ihr bezwungene Melanie Genrich; vielleicht stellt sich am Sonntag aber auch die aktuelle Böckstiegel-Lauf-Siegerin Silke Pfenningschmidt-Gläsker. Sie gewann den Weihnachtscross bereits 2011, 2013 und 2014. Die LC-Hoffnungen ruhen auf der Vorjahrsdritten Sabine Engels, die in der W 45 auf Anja Bitter (SC Melle) trifft. Ellen Knoepke, vor einem Monat bei den Cross-Westfalenmeisterschaften in Bestform, schwankt noch bei der Streckenwahl.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.