Realistisch und geduldig

TSV Amshausen bereitet sich auf neue A-Liga-Saison vor

SVEN HAUHART

Amshausener Jungs: Kotrainer Sören Voss (rechts) präsentiert die TSV- Zugänge Felix Niemeier (von links), Paul Mürl, Felix Graf und Dimitri Taranenko. - © Foto: Sven Hauhart
Amshausener Jungs: Kotrainer Sören Voss (rechts) präsentiert die TSV- Zugänge Felix Niemeier (von links), Paul Mürl, Felix Graf und Dimitri Taranenko. (© Foto: Sven Hauhart)

Amshausen. Beim TSV Amshausen dämpft eine Verjüngungskur die Erwartungen für die neue Saison. Die Trainer des Fußball-A-Ligisten setzen auf Akteure aus dem eigenen Nachwuchs.

Favoriten sind für Sören Voss andere. Amshausens Kotrainer, der derzeit den urlaubenden Coach Sven Weeke vertritt, hat den TuS Brake und die Spvg. Versmold als Kandidaten für den Aufstieg auf dem Zettel.

Dass der TSV unter einigen Kollegen ebenfalls als Bezirksliga-Anwärter gilt, nimmt Voss als Kompliment für die geleistete Arbeit der Vorsaison gern an: „Es freut uns, dass andere registriert haben, dass wir es in einem Jahr von einem Abstiegskandidaten auf den fünften Platz gebracht haben." Übermütig werden sie in Amshausen trotz der Vorschusslorbeeren aber nicht.

Info
TSV Amshausen - Namen & Daten

Zugänge:
Patrick Dittes, Erik Felz, Moritz Musiol, Paul Mürl, Felix Niemeier (alle eigene A-Junioren), Dimitri Taranenko (eigene Zweite), Felix Graf (Wiedereinsteiger).
Abgänge: René Browarski (Studium in Köln), Sebastian Bültmann (Laufbahnende), Timo Dannehl (VfR Wellensiek), Ruben Westphal (TuS Quelle) und Benjamin Zingler (Alte Herren).
Kader ohne Zugänge: Steven Badu, Maximilian Bollweg, Christian Bültmann, Dominic Cebulla, Marcel Gehle, René Giesler, Robert Graf, Christian Felsch, Fabian Fregin, Robin Hapke, Dennis Höhn, Marcel Hirschfeld, Timo Köppe, Lukas Neumann, Benedikt Rieks, Oliver Rudolf, Krzysztof Swatko, Nils Weber, Patrick Weber, Marlon Wilhelmstroop.
Trainer: Sven Weeke (viertes Jahr) und Sören Voss (zweites Jahr).
Testspiele: 23. Juli, 14 Uhr, Spvg. Steinhagen (H); 30./31. Juli, Witte-Cup beim SC Halle; 6. August, 15 Uhr, Viktoria Rietberg (A), 7. August, 13 Uhr, TSG Harsewinkel (A).

„Beim Blick auf den Kader müssen wir realistisch sein", sagt Voss, der „erst mal so schnell wie möglich die nötigen Punkte gegen den Abstieg sammeln" will. Denn die Abgänge gestandener Spieler wie René Browarski, Sebastian Bültmann und dem langjährige Kapitän Benjamin Zingler sowie dem Landesliga-erfahrenen Timo Dannehl und Torjäger Ruben Westphal wollen Voss und Weeke vornehmlich durch eigene A-Junioren aufgefangen. „Wir sind überzeugt davon, dass es der richtige Weg ist, auf den eigenen Stall zu setzen", sagt Voss.

Zwar hat Amshausens Kotrainer keine Bedenken, „die jungen Leute reinzuschmeißen" und erwartet einige von ihnen in der Startelf am ersten Spieltag. Allerdings weiß er auch, dass sie die Erfahrung und Qualität der Abgänge nicht sofort Eins-zu-eins ersetzen können. „Das Zauberwort heißt Geduld, und die haben wir", sagt Voss. Die hat sich in gewisser Weise längst ausgezahlt: 24 der 27 Spieler, die im Amshausener Kader für die neuen Saison stehen, haben das Fußballspielen in Jugendmannschaften des TSV erlernt. Dies schafft Identifikation und mannschaftliche Geschlossenheit. Werte, mit denen sich arbeiten lässt.

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