Fairplay-Pokal als Trostpflaster

Fußball-Kreisliga: Spvg. Versmold erhält eine Auszeichnung des westfälischen Verbandes.

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Ehre, wem Ehre gebührt: Versmolds Kapitän Daniel Bota (rechts) nimmt die Preise aus den Händen von Reiner Koller entgegen. - © Foto: HK
Ehre, wem Ehre gebührt: Versmolds Kapitän Daniel Bota (rechts) nimmt die Preise aus den Händen von Reiner Koller entgegen. (© Foto: HK)

Altkreis Halle. Fußball-A-Ligist Spvg. Versmold hat eine Auszeichnung des westfälischen Verbandes erhalten. In der B-Liga bangt ein Altkreis-Trio um den Klassenerhalt.

Nach der Winterpause leistete sich A-Ligist Spvg. Versmold eine Schwächephase von vier sieglosen Partien und verspielte so aller Voraussicht nach seine Aufstiegschance. Zum wiederholten Mal in den vergangenen Jahren. Gerade nach der knapp verpassten Meisterschaft in der Vorsaison sicher eine herbe Enttäuschung für die Mannen von Trainer Patrick van der Sanden.

Umso höher ist es den Fleischstädtern anzurechnen, dass sie die Serie offenbar nicht abschenken, sondern weiterhin das Beste herausholen wollen. „Wir haben Ostersamstag trainiert und waren auch beim Abschlusstraining für das Gadderbaum-Spiel 16 Leute", berichtete van der Sanden nach dem sonntäglichen 4:0-Erfolg gegen den Tabellenletzten.

Ganz leer gehen die Versmolder in dieser Spielzeit ohnehin nicht aus. Den Fairplay-Pokal des westfälischen Verbandes für den Monat Februar übergab Kreisvorstandsmitglied Reiner Koller vor der Begegnung stellvertretend an Kapitän Daniel Bota. Die Auszeichnung ist zwar nur ein schwacher Trost, unterstreicht aber den Charakter der Elf von van der Sanden.

Diese hatte im September im Kreispokalspiel der zweiten Runde beim SCE Rot-Weiß den Gastgebern ein Tor geschenkt, indem sie diese nach dem Anstoß frei durchlaufen ließ. Zuvor hatte Christian Martens, der von einer Verletzungsunterbrechung zurück aufs Feld lief, einen Gegenspieler irritiert. Daraus war das 3:0 für die Spvg. entstanden.

In einer Online-Abstimmung erhielten die Versmolder, die die Partie 3:2 gewannen, für diese Aktion die meisten Stimmen und bekamen neben dem Pokal zwei Eintrittskarten für das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund sowie einen 100-Euro-Einkaufsgutschein geschenkt.

In der B-Liga wächst die Gefahr, dass neben dem nur noch theoretisch noch nicht abgestiegenen Schlusslicht TFC Werther ein weiteres Altkreis-Team den bitteren Gang in die Kreisliga C antreten muss: Die TG Hörste, der SC Peckeloh III und der FC Türksport Steinhagen II belegen die Plätze 13 bis 15.
Alle drei Mannschaften blieben am Wochenende ohne Punktgewinn. Hörste verkaufte sich bei der 0:3-Niederlage gegen Spitzenreiter Senne zwar recht ordentlich, musste jedoch bereits zum 14. Mal in dieser Saison den Platz als Verlierer verlassen. „Wir vergeben in der ersten Halbzeit mehrere Hundertprozentige und liegen dann zur Pause 0:1 hinten", haderte Spielertrainer Aleksandar Vesovic wieder einmal mit der schwachen Torchancenverwertung seiner Elf.

»Wir brauchen die Flinte nicht ins Korn zu werfen, wir stehen auf einem Nichtabstiegsplatz«

Als Vesovic nach der Pause verletzt ausschied, ging in der Hörster Defensive die Ordnung verloren, so dass Senne leichtes Spiel hatte. Negativer Höhepunkt aus TG-Sicht war die unnötige rote Karte für Routinier Benjamin Swatko. Er beleidigte einen Gegenspieler und wird deshalb seiner Mannschaft in den nächsten Wochen fehlen.

Lange Gesichter gab es auch bei Peckeloh III nach der 1:3-Schlappe im Kellerduell beim VfR Wellensiek II. Zunächst schien sich die Reaktivierung des eigentlich nur noch für die Alten Herren spielenden Lars Fahrenwald auszuzahlen. Der 37-jährige Routinier erzielte nur drei Minuten nach seiner Einwechslung das Führungstor für sein Team. „Leider haben wir uns dann mal wieder durch unnötige Abspielfehler drei Gegentore eingefangen", ärgerte sich Trainer Frank Lantzke.
Er wehrte sich jedoch gegen die nach der Partie herrschende Weltuntergangsstimmung im Peckeloher Lager: „Punktverluste gegen einen direkten Konkurrenten tun natürlich doppelt weh, aber wir brauchen die Flinte ganz bestimmt nicht ins Korn zu werfen, denn wir stehen immerhin noch auf einem Nichtabstiegsplatz."

Den wollen auch die Kicker vom FC Türksport Steinhagen II noch erreichen. Doch beim BV Werther II musste man nach einem 3:3-Pausenstand ein 3:8-Debakel hinnehmen. „Wir sind konditionell völlig eingebrochen und haben deshalb auch verdient verloren", gab FCT-Trainer Hulusi Dönmez zu. Da seiner Mannschaft aber nur ein Punkt zum rettenden Ufer fehlt, glaubt er nach wie vor an den Klassenerhalt.

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