Glückwünsche an den Europameister

Handball: Loxtens Jan Patzelt trifft auf Niclas Pieczkowski

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Auf Tuchfühlung mit den Profis: Loxtens Kreisläufer Jan Patzelt (grünes Trikot) bekam es unter anderem mit Nettelstedts Neuzugang Tom Wetzel zu tun. - © Foto: Oliver Krato
Auf Tuchfühlung mit den Profis: Loxtens Kreisläufer Jan Patzelt (grünes Trikot) bekam es unter anderem mit Nettelstedts Neuzugang Tom Wetzel zu tun. (© Foto: Oliver Krato)

Loxten/Bielefeld. Die Allstar-Auswahl der Universität und Fachhochschule Bielefeld um den Loxtener Jan Patzelt ärgert den Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke in einem freundschaftlichen Vergleich vor der Pause erheblich. Im Mittelpunkt steht Niclas Pieczkowski.

Das ganz große Spektakel blieb aus, die Trickspielzüge misslangen allzu häufig – trotzdem darf das All-Star Game der Universität Bielefeld sowie der Fachhochschule gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke als gelungen betrachtet werden. Den Test gewann der Bundesligist um Europameister Niclas Pieczkowski mit 39:23 (17:15), ließ sich aber vor der Pause gehörig ärgern.

„Wir haben uns super präsentiert. Ein großes Lob an alle Spieler, wie sie sich reingekämpft haben. Wir haben schöne Tore gemacht", freute sich All-Star-Trainer Ludwig Vogel. „Es hat Spaß gemacht und war nett, sich mit einer ranghöheren Mannschaft zu messen", resümierte Jan Patzelt. Der Kreisläufer des Oberligisten SF Loxten, der soeben seine Bachelorarbeit im Fachbereich Mechatronik an der Fachhochschule abgegeben hat und das Spiel insofern als „guten Abschluss" empfand, kam rund 30 Minuten lang im Wechsel mit Tobias Fröbel von der TSG A-H Bielefeld zum Einsatz.

Gefragter Mann: Europameister Niclas Pieczkowski schreibt Autogramme. - © Foto: Arne Schütforth
Gefragter Mann: Europameister Niclas Pieczkowski schreibt Autogramme. (© Foto: Arne Schütforth)


„Leider kein Tor geworfen, dafür einen Siebenmeter herausgeholt, einen Wurf geblockt und keine Verletzung davongetragen", lautete seine Bilanz. Die beinhaltete außerdem noch die auf dem Spielfeld ausgesprochenen Glückwünsche an den frischgebackenen Europameister.

Über 2:5 (7.) und 4:7 (12.) lagen die All-Stars zunächst zurück, verkürzten aber zum 9:10 und zwangen Nettelstedt zu einer Auszeit. Der Bundesligist verzweifelte in Halbzeit eins immer häufiger an TuS Spenges Keeper Kevin Becker, der Ex-Steinhagener Lukas Schulz sowie Jöllenbecks Thorben Schneider verkürzten zum Halbzeitstand.

Für Lübbecke waren es Linksaußen Jens Bechtloff sowie Pieczkowski, die Akzente setzten, auch wenn es im Zusammenspiel noch etwas haperte. Während Pieczkowski in Polen bei der EM weilte, trennte sich der Tabellenletzte von zahlreichen Leistungsträgern und kaufte neue Profis ein. „Wir haben eine komplett umgekrempelte Mannschaft und müssen uns erst noch einspielen", meint Pieczkowski. Zumindest in der zweiten Halbzeit zeigte der Bundesligist der Studentenauswahl die Grenzen auf uns setzte sich über 27:19 (43.) und 32:21(48.) deutlich ab.

Info
Die Allstar-Auswahl

Kevin Becker/Bastian Räber; Justus Clausing (2, alle TuS Spenge), Johannes Krause (5, MTV Braunschweig), Lukas Schulz (4/1), Nils Strathmeier (2), Tobias Fröbel, Luca Werner (alle TSG A-H Bielefeld), Jannik Gartmann (4), Jan Eric Speckmann (3/1), Jannik Borcherding (alle LiT Handball), Thorben Schneider (2, TuS 97), Dominik Waldhof (1, Handball Lemgo), Florian Öttking (Harsewinkel), Jan Patzelt (Loxten). Für Nettelstedt traf Jens Bechtloff (12/4) am häufigsten.


Der sportliche Aspekt stand ohnehin im Hintergrund. Nach Spielschluss war Pieczkowski der gefragteste Mann. Umringt von zahlreichen Kindern der JSG 07 Bielefeld, die als Einlaufkids eingeladen waren, musste er reichlich Autogramme geben. „Der EM-Titel ist eine super Motivation für Kinder, mit Handball anzufangen", meint Pieczkowski, der hofft, dass dieser Trend anhält.

Neben der Sportart und den Aktiven war der Hochschulsport ein großer Gewinner des Abends: Der Erlös aus den Eintrittsgeldern – immerhin 1111 Euro – wird dem TuS Ost Bielefeld für ein Sportprojekt mit jungen männlichen Geflüchteten gespendet.

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