Rückblick auf den Kreisliga-Spieltag

Fußball: Viel Lob für Garcia Barron, Timpe und van den Bogaert

SVEN HAUHART,Ralph Struck

Altkreis Halle. Am Sonntag feierte Patrick van der Sanden eine Premiere. In seiner dritten Saison als Trainer von Fußball-A-Ligist Spvg. Versmold gelang ihm zum ersten Mal ein Auftaktsieg. So lange musste Erwin Medjedovic nicht warten. Der neue Coach vom SC Peckeloh II fuhr gleich in seiner ersten Partie einen Dreier ein. In der B-Liga setzte der TuS Langenheide durch einen 7:1-Erfolg gegen den FC Türk Sport Steinhagen II ein erstes Ausrufezeichen. Auch die hochgehandelten SG Oesterweg, TuS Solbad Ravensberg und SV Häger II kamen gut aus den Startlöchern.

Unerschrocken: Peckelohs Jordi Garcia Barron (links, gegen Amshausens Christian Bültmann) scheute keinen Zweikampf. - © Foto:Sven Hauhart
Unerschrocken: Peckelohs Jordi Garcia Barron (links, gegen Amshausens Christian Bültmann) scheute keinen Zweikampf. (© Foto:Sven Hauhart)

Nach der 2:8-Klatsche bei Dornberg II vor zwei Jahren und der 1:3-Niederlage in Schildesche in der Vorsaison sorgte der Versmolder 3:2-Erfolg beim SC Halle für spürbare Erleichterung bei Patrick van der Sanden. Zumal seine hoch gehandelte Elf Mühe hatte, den Aufsteiger niederzuhalten. Ein Grund dafür lag sicherlich im verletzungsbedingten Ausscheiden von André Grunwald kurz vor der Pause. Mangels Alternativen musste van der Sanden Stürmer Daniel Martens auf Grunwalds Position im defensiven Mittelfeld einsetzen, was den Aufstiegsaspiranten Spielkontrolle kostete.

Gerade in der Phase nach dem Versmolder 2:0 hätte die Ruhe und Übersicht von Grunwald dem Favoriten gutgetan. So schafften es die Haller durch vorwiegend lange Bälle, für Unruhe in der Hintermannschaft der Spvg. zu sorgen. „Das hatte Charakter“, freute sich SC-Coach Peter Mannek – auch wenn die Spielanlage nicht ganz seinen Geschmack traf: „Die letzte halbe Stunde war Wild-West von allen Beteiligten.“

Ganz nach dem Geschmack von Erwin Medjedovic war dagegen der 2:1-Auftaktsieg der Peckeloher Reserve beim TSV Amshausen. Zwar waren die Gastgeber über weite Strecken der Partie optisch überlegen, aber aufgrund der disziplinierten Defensivarbeit des SCP ging der Auswärtserfolg in Ordnung. Neben dem läuferischen Einsatz der alten Hasen Michael Zöllner und Julian Dellbrügge gefiel Medjedovic besonders das Seniorendebüt von Jordi Garcia Barron. „Er hat die vergangenen zwei Jahre nicht gespielt, und wir mussten ihm gut zureden. Aber er hat das super gemacht“, lobte Peckelohs Trainer seinen jungen Verteidiger, der sich immer wieder auffällig unerschrocken in die Zweikämpfe stürzte.

Oesterweg reicht durchschnittliche Leistung

In der B-Liga reichte Oesterweg gegen Aufsteiger Babenhausen eine durchschnittliche Leistung zum 5:1-Erfolg. Die Heimelf führte bereits nach fünf Minuten mit 2:0, ließ danach jedoch die Zügel schleifen.

„Das geht so natürlich nicht, folgerichtig haben wir uns in dieser Phase das Gegentor eingefangen“, kritisierte Trainer Björn Mittendorf. Doch anschließend zeigte die SGO wieder ihr wahres Gesicht: Nico Flottmann gelang noch vor der Pause das wichtige 3:1. Einen guten Einstand feierte laut Mittendorf Neuzugang Michael Timpe, der auf der Sechser-Position überzeugte und ein Tor erzielte.

Schwerstarbeit hatte der TuS Solbad Ravensberg bei A-Liga-Absteiger TuS Jöllenbeck II zu verrichten. Umso größer war die Freude bei Trainer Cüneyt Üstün nach dem 3:2-Sieg: „Jöllenbeck hat uns alles abverlangt und wird sicher um den Titel mitspielen.“ Aber auch seine Mannschaft zeigte ihre Klasse: Die Solbader lagen zweimal zurück, glichen jeweils aus und erzielten noch in der ersten Halbzeit durch Janek Wojciechkowski den entscheidenden Treffer zum 3:2. „Nach dem Seitenwechsel hat der Gegner mächtig Druck gemacht, doch wir standen hinten sehr sicher“, lobte Üstün das Defensivverhalten seiner Elf.

René Vemmer-Schiller, Trainer des SV Häger II, ist dafür bekannt, kein Schönredner zu sein. Fehler und Nachlässigkeiten seiner Mannschaft spricht er immer offen an. Doch nach dem 4:0-Heimsieg gegen den VfR Wellensiek II war er einfach nur begeistert: „Das war das beste Spiel, seitdem ich hier Trainer bin. Die Mannschaft hat 90 Minuten wie aus einem Guss gespielt.“ Mit zwei erzielten Treffern feierte Malte van den Bogaert ein gelungenes Pflichtspieldebüt für den SVH.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.