Zweithöchste SummeAndreas-Gärtner-Stiftung schüttet fast eine Million Euro aus

Mit dem Geld werden unter anderem 170 Familien mit gehandicapten Kindern unterstützt. Diesmal ist ein außergewöhnlicher Fall dabei.

Matthias Bungeroth

Birgit Gärtner, Simone Piske (Sekretärin der Andreas-Gärtner-Stiftung) und Hermann Gärtner (v. l.) berichteten über die Ausschüttung der Stiftung im Jahr 2022. - © Matthias Bungeroth
Birgit Gärtner, Simone Piske (Sekretärin der Andreas-Gärtner-Stiftung) und Hermann Gärtner (v. l.) berichteten über die Ausschüttung der Stiftung im Jahr 2022. © Matthias Bungeroth

Porta Westfalica. Knapp eine Million Euro kann die Andreas-Gärtner-Stiftung mit Sitz in Porta Westfalica in diesem Jahr ausschütten, um Kindern mit Handicap zu helfen. „In diesem Jahr haben wir 170 Familien mit Zuwendungen in Höhe von 780.121,92 Euro unterstützt“, berichtet Stiftungsvorstand Hermann Gärtner.

Der Gründer der Porta-Gruppe leitet die Stiftung zusammen mit seiner Tochter und Unternehmerin Birgit Gärtner. Exakt 985.121,92 Euro beträgt die Ausschüttungssumme insgesamt, die auch an 15 Einrichtungen ausgezahlt wurde. „Das ist die zweithöchste Summe in der Geschichte der Stiftung“, erklärt Birgit Gärtner.

„Für uns ist es sehr wichtig, dass unsere Hilfe zu 100 Prozent dort ankommt, wo sie notwendig ist“, sagt Hermann Gärtner. Das gespendete Geld werde komplett für den guten Zweck verwendet. Es fließt etwa in Zuschüsse für den Kauf eines behindertengerechten Autos, in Therapien wie die Delfintherapie, therapeutisches Reiten oder die spezielle Ausstattung eines Badezimmers.

Bisher 16,5 Millionen Euro ausgeschüttet

Diesmal, berichtet Birgit Gärtner, sei ein außergewöhnlicher Fall dabei. So erhalte die Familie eines geistig behinderten Kindes einen Zuschuss in Höhe von 8.500 Euro für den Kauf und die Ausbildung eines Assistenzhundes. Dahinter steckt das Schicksal eines Mädchens, das bereits im Alter von drei Monaten epileptische Anfälle bekommen habe, die jeweils bis zu 15 Minuten andauerten. Der Spezialhund sei so geschult, dass er solche Anfälle im Vorhinein erkennen könne und die Eltern vorwarne. Diese könnten dann im Vorfeld ihrem Kind bereits wichtige Medikamente geben.

Zu den Organisationen, die ebenfalls Hilfe bekommen, gehören in OWL der Wittekindshof in Bad Oeynhausen, die v. Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel, die Diakonie-Stiftung in Minden, die Lebenshilfen in Paderborn und Herford sowie die Spastikerhilfe Bad Oeynhausen, die Diakonische Stiftung Ummeln (Bielefeld) und auch Eben-Ezer in Lemgo.

Die Andreas-Gärtner-Stiftung wurde 1993 von Hermann Gärtner für seinen schwerstbehinderten Sohn Andreas gegründet. Sie hat seitdem nach Angaben der Stiftung mehr als 16,5 Millionen Euro zur Unterstützung und Hilfe von Menschen mit geistiger Behinderung ausgeschüttet.

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