Streaming-Futter"Wednesday" im Hype: Die erfolgreiche Wiedergeburt der "Addams Family"

Die neue Serie ist das erfolgreichste englischsprachige Seriendebüt in der Netflix-Geschichte. Wir haben uns die erste Staffel angesehen – und wollen mehr.

Patrick Raphael Paul

Eine Vorzeigefamilie: Luis Guzmán als Gomez Addams (v. l.), Jenna Ortega als Wednesday Addams und Catherine Zeta-Jones als Morticia Addams. - © Netflix
Eine Vorzeigefamilie: Luis Guzmán als Gomez Addams (v. l.), Jenna Ortega als Wednesday Addams und Catherine Zeta-Jones als Morticia Addams. © Netflix

Die berühmte “Addams Family”, basierend auf den Cartoons des US-amerikanischen Zeichners Charles Addams aus den 1930er Jahren, erfreute sich bereits einiger Ableger: eine Schwarz-Weiß-Serie in den 60er Jahren, drei Filme in den 90ern sowie zwei Animationsfilme in den vergangenen Jahren. Doch die neue Netflix-Serie "Wednesday" unter der Regie von Tim Burton verfolgt einen ganz neuen Ansatz. Anstatt sich der gesamten Familie zu widmen, fokussiert sich die übernatürliche Crime-Serie auf die Tochter von Morticia und Gomez Addams, nämlich auf die junge und etwas unheimliche Wednesday Addams.

Der Hype um die Serie ist groß. "Wednesday" bricht jetzt schon Rekorde. Laut Netflix hält die Serie den Rekord bei den Stunden, die in einer Woche bei einer englischsprachigen TV-Serie auf Netflix gezählt wurden. In Zahlen heißt das: Rund 50 Millionen Streams in nur fünf Tagen. "Wednesday" ist damit der letztjährig erfolgreichen, aber sehr umstrittenen Serie "Squid Game" ganz nah auf den Fersen.

Worum geht’s in "Wednesday"?

Die junge Wednesday Addams passte bisher in keine normale Bildungseinrichtung oder Schule. (In der letzten ließ sie zur Strafe Piranhas ins Becken der Schwimmmannschaft, nachdem die zuvor ihren kleinen Bruder gepiesackt hatten.) Deswegen entschließen sich ihre Eltern, sie auf die Nevermore-Academy zu schicken, eine Schule voller Außenseiter: Vampire, Werwölfe und andere mystische Wesen. Eigentlich doch der perfekte Ort für jemanden wie Wednesday, oder?

Doch auch in der Nevermore-Academy hat Wednesday große Probleme, sich zu integrieren. Obgleich ihre Mutter und ihr Vater dort einst ihr Glück fanden, weigert sich Wednesday partout, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Erst als mehrere mysteriöse Mordfälle in Zusammenhang mit der Schule und einem gefährlichen Monster passieren, fängt sie an, sich mehr für ihre Umgebung zu interessieren. Wednesday fühlt sich nämlich von Dingen angezogen, die andere eher gruselig finden. Ach, Wednesday ...

Die Geschichte entwickelt sich immer mehr zu einem Detektivfall, und Wednesday ist die selbsternannte Hauptermittlerin. Wir Zuschauer sind sozusagen ihre Unterstützer. Was steckt hinter den Geheimnissen um Nevermore, und was hat "Joseph Crackstone". der Gründer der Stadt Jericho, in der die Serie spielt, mit allem zu tun? Nur das Einschalten beantwortet diese Fragen.

Ist der Hype berechtigt?

Wir sind definitiv Fans der Serie. Tim Burton hat wieder einmal bewiesen, welche Art von Genre ihm liegt. Seine ganz persönliche Handschrift ist durchweg zu erkennen. Der Stil erinnert an viele seiner früheren Werke. Das “Addams Family”-Franchise scheint wie gemacht für ihn.

Als Erwachsener sollte man sich nicht durch die vielen jungen Schauspieler täuschen lassen - die Serie ist definitiv nicht nur etwas für das junge Publikum. Der Plot ist sehr spannend, und die Charaktere sind liebenswert (oder in Wednesdays Fall "hassenswert"). Die Serie ist gut konstruiert, sodass es Spaß macht, der Auflösung zu folgen. Definitiv eine Serie, die man sich wunderbar zu zweit auf dem Sofa ansehen kann. Mit anschließender gemeinsamer Besprechung zu den Geschehnissen, versteht sich, denn Miträtseln macht Spaß.

Wir hoffen, dass "Wednesday" mindestens in eine zweite Runde geht und uns die einerseits gruselige, andererseits auch liebenswerte Wednesday Addams wieder in die fantastische Welt der “Addams Family” mitnimmt.

Die Serie "Wednesday" ist seit dem 23.11.2022 auf Netflix verfügbar. Die Altersbeschränkung liegt bei FSK 12.

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