JustizGeisterbahn-Anschlag: Verdächtiger auf freiem Fuß

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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Rund sechs Wochen nach der Explosion in einer Geisterbahn auf der Annakirmes in Düren ist der Verdächtige (40) aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er habe die Tat zuvor gestanden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen. Der Mann habe beteuert, dass er niemandem habe körperlich schaden wollen. Das Gericht habe keine Haftgründe mehr gesehen. Die Staatsanwaltschaft geht unterdessen davon aus, dass der 40-Jährige zwei Wochen zuvor auch in einer Geisterbahn in Düsseldorf einen Sprengsatz ausgelöst hatte.

Zum Motiv des Mannes wurde zunächst nichts bekannt. Bei einem Haftprüfungstermin am Montag sei er durch eine Richterin unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden, so die Staatsanwaltschaft. Auch wenn man die Akte der Düsseldorfer Kollegen noch nicht ausgewertet habe, gehe man von einem Zusammenhang mit der Explosion bei der dortigen Kirmes aus. Die Staatsanwaltschaft Aachen werde daher das Verfahren aus Düsseldorf wohl mit übernehmen, so die Sprecherin.

Nach der Tat in der Dürener Geisterbahn hatte die Polizei mit einem Foto bei «Aktenzeichen XY... ungelöst» nach dem Verdächtigen gesucht. Kurze Zeit später stellte sich der Kölner der Polizei.

Nach früheren Angaben der Ermittler hatte der Mann «handelsübliche Substanzen» in einer Plastikflasche gemischt. So sei ein Gas entstanden, das die Flasche explodieren ließ. Verletzt worden war bei den identischen Taten in Düsseldorf und Düren niemand.

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