TrockenheitWasserentnahme aus Erft teilweise verboten

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Wegen der anhaltenden Dürre und niedriger Pegelstände darf aus Teilen der Erft vorerst kein Wasser mehr entnommen werden. An knapp 70 Kilometern am Oberlauf des Flusses ist es verboten, Wasser mechanisch oder elektrisch aus dem Gewässer zu pumpen oder zu saugen oder mit Handgefäßen daraus zu schöpfen, wie die Bezirksregierung Köln am Donnerstag mitteilte.

Das Verbot gilt für die Kreise Euskirchen, Düren sowie im Rhein-Sieg-Kreis und im Rhein-Erft-Kreis. Damit darf ab der Quelle bis zur Mündung der Großen Erft in die Erft bei Bergheim-Thorr sowie aus den Nebenflüssen kein Wasser entnommen werden. Für die restlichen gut 40 Kilometer bis zur Mündung in den Rhein gilt das Verbot also nicht. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis Ende September. Das Tränken von Vieh ist weiter erlaubt.

Die Verordnung soll Tiere und Pflanzen schützen. Die Situation könne zu einer langanhaltenden Störung der Gewässerökologie und des Wasserhaushaltes führen, teilte die Bezirksregierung mit. Eine wesentliche Verbesserung sei derzeit nicht abzusehen. Lokale, kurzzeitige Niederschläge würden zunächst vor allem von der Vegetation aufgenommen und seien nicht bei den Wasserständen zu bemerken.

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