TrockenheitRhein-Schifffahrt: Pegel bei Kaub bei 32 Zentimetern

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Ein Binnenschiff fährt bei Niedrigwasser an freiliegenden Felsen und Sandbänken auf dem Rhein. © Boris Roessler/dpa

Der für die Schifffahrt auf dem Rhein wichtige Pegelstand bei Kaub zwischen Mainz und Koblenz bleibt auf niedrigem Niveau. Er lag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zufolge am Dienstagmittag bei 32 Zentimetern und damit einen Zentimeter höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vortags. Am Morgen waren 33 Zentimeter gemessen worden. Laut WSV-Prognose pendelt der Pegelstand bis zum Samstag zwischen 31 und 34 Zentimetern.

Dieser Stand zeigt aber nicht die tatsächliche Wassertiefe an. Die Fahrrinnentiefe bei Kaub betrug am Dienstag nach WSV-Angaben noch 1,44 Meter. Niedriger ist die Fahrrinnentiefe an keinem anderen Abschnitt des Mittel- und Niederrheins. Sie ist entscheidend, wie viel Fracht Binnenschiffer zuladen können.

Vor allem Fracht- und Personenschiffe kämpfen seit Wochen mit Niedrigwasser. Binnenschiffer müssen bei ihrer Ladung den Tiefgang des Schiffes beachten. Bei niedrigen Wasserständen können sie weniger Fracht befördern - irgendwann wird der Transport unwirtschaftlich.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) forderte die Bundesregierung mit Nachdruck auf, die Engstellen im deutschen Wasserstraßennetz zu beseitigen. «Die Binnenschifffahrt unternimmt auch unter erschwerten Schifffahrtsverhältnissen alles, um die Versorgung der Wirtschaft und Industrie mit Gütern und Rohstoffen sicherzustellen», teilte der Verband mit. Gefahren werde «bis an die Grenze des physikalisch Möglichen» - und solange es sicher sei. Beim aktuellen Pegelstand Kaub könne ein Schiff, das sonst rund 4000 Tonnen Ladung transportiere, noch maximal 1000 Tonnen aufnehmen.

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