Prozess88-jährige Mutter getötet: Angeklagter schweigt

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Nach dem gewaltsamen Tod einer 88-jährigen Frau aus Oberhausen muss sich der Sohn des Opfers seit Donnerstag in Duisburg vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll seine Mutter in der Nacht auf den 3. Dezember 2021 mit Fäusten geschlagen und ihr dann mit seinem Gewicht den Brustkorb zerquetscht haben. Die Frau erstickte. Zum Prozessauftakt äußerte sich der 53-jährige Deutsche nicht zu den Vorwürfen. Die Anklage lautet auf Totschlag.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der ehemalige Berufskraftfahrer im Streit auf seine Mutter kniete und mit «immenser Wucht» zuschlug. Nach der Tat meldete sich der Mann bei der Polizei und sagte, dass er seine Mutter tot in deren Wohnung gefunden habe. Die Ermittler glaubten ihm allerdings nicht und nahmen ihn noch am selben Tag fest.

Der Angeklagte war erst wenige Wochen vor der Tat wieder bei seiner Mutter eingezogen. Vor Gericht sprach der 53-Jährige von Geldproblemen bei der Auszahlung seines Arbeitslosengeldes.

Das Duisburger Schwurgericht hat für den Prozess zunächst noch vier Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil ist voraussichtlich Mitte September zu rechnen.

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