TiereDortmunder Zoo: Illegal gehandelte Primatin aufgenommen

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Zwergplumplori-Dame Rosi sitzt im Regenwaldhaus des Dortmunder Zoos. © Marcel Stawinoga/Zoo Dortmund/dpa/Bildarchiv

Flauschiges Fell und große Augen: Jahrelang wurde Rosi illegal in einem kleinen Vogelkäfig gehalten - jetzt hat der fast blinde Zwergplumplori eine neue Heimat im Dortmunder Zoo. Die Primatin erkunde ihr neues Gehege, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Damit geht für das Tier eine jahrelange Tortur im illegalen Wildtierhandel zu Ende. Im Dortmunder Regenwaldhaus leben nun vier Zwergplumploris. Genau wie Rosi sei auch Flori illegal nach Deutschland gebracht worden. Im Handgepäck hatte ein Schmuggler 2015 versucht, das Männchen von Bangkok nach München zu bringen.

Die neue Primatin, die von ihren Pflegern den Namen Rosi bekommen hat, wurde im vergangenen Jahr zufällig bei einem Polizeieinsatz in Kassel entdeckt. Als die Beamten einen Mann festnehmen wollten, entdeckten sie in seiner Wohnung in einem abgedeckten Vogelkäfig die Zwergplumplori-Dame. Rosi ist fast blind - vermutlich, weil sie jahrelang falsch und mit zu viel Zucker ernährt wurde. Durch eine Operation habe sie immerhin etwas Sehkraft zurückerhalten.

Ihre Geschichte lasse sich nur lückenhaft rekonstruieren. Vermutlich sei sie seit 2011 über Russland illegal nach Deutschland gebracht worden. Plumploris, die eigentlich in den Regenwäldern Südostasiens leben, zählten zu den am häufigsten geschmuggelten und illegal gehandelten Tieren weltweit, teilte der Dortmunder Zoo mit.

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