EnergieNoch keine Entscheidung zu Rettungspaket für Uniper

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Ein Logo steht im Foyer der Hauptverwaltung des Energieversorgungsunternehmens Uniper. © Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Die Bundesregierung verhandelt mit dem Energiekonzern Uniper weiter über Stützungsmaßnahmen. Es gebe noch kein Rettungskonzept für Uniper und noch keine Entscheidungen für konkrete Maßnahmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen. Ein milliardenschwerer Einstieg des Bundes bei Uniper über eine Beteiligung beim Eigenkapital sei möglich. Denkbar sei aber auch ein Mix mit der Möglichkeit, dass Uniper hohe Preissteigerungen beim Gaseinkauf an die Kunden weitergebe. Im geänderten Energiesicherungsgesetzes ist die Möglichkeit einer Umlage für alle Gaskunden geschaffen worden.

Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte am Freitag im Bundesrat, es werde darüber diskutiert, für den größten deutschen Gasimporteur Uniper eine «Neun-Milliarden-Spritze» auf den Weg zu bringen, um das Unternehmen zu stabilisieren.

Der Bundesrat billigte gesetzliche Änderungen, um mögliche Hilfen des Bundes für angeschlagene Energieunternehmen wie Uniper zu erleichtern. Uniper spielt eine zentrale Rolle für die deutsche Energieversorgung und beliefert viele Stadtwerke.

Der Konzern kann aber derzeit Mehrkosten beim Einkauf von Gas wegen der Drosselung russischer Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 nicht an die Kunden weitergeben. Daraus entstünden deutliche finanzielle Belastungen, hatte das Düsseldorfer Unternehmen bekanntgegeben.

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