NRWTarifstreit Stahlindustrie Nordwest ohne Ergebnis

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Im Tarifstreit der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie haben am Freitag Arbeitgeber und IG Metall ihre Verhandlungen in dritter Runde fortgesetzt. Zu einer Einigung sei es nicht gekommen, meldeten beide Seiten am späten Abend übereinstimmend. Das Angebot der Arbeitgeber, 4,7 Prozent mehr Lohn über eine Laufzeit von 21 Monaten zu zahlen, sei zu weit von der Forderung der Gewerkschaft entfernt, wie die IG Metall mitteilte. Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Tagen ihre Forderungen von 8,2 Prozent mit zahlreichen Warnstreiks untermauert. Laut IG Metall haben sich seit dem 1. Juni im Tarifgebiet rund 16.000 Beschäftigte in 50 Betrieben an Warnstreiks beteiligt.

«Dieses Angebot ist bei der Prozentzahl deutlich zu gering und in der Laufzeit zu lang», sagte IG-Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer Knut Giesler am Freitagabend laut Mitteilung. Am Samstag werde die Tarifkommission über das weitere Vorgehen und weitere Warnstreiks ab Montag beraten.

Der Arbeitgeberverband Stahl forderte die IG Metall nach der Verhandlung auf, «realitätsbezogene Lösungen mitzugehen». Am 14. Juni soll es nach Angaben beider Seiten eine weitere Verhandlungsrunde geben.

Das Tarifgebiet der nordwestdeutschen Stahlindustrie umfasst vor allem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. In der Branche sind dort laut IG Metall 68.000 Menschen beschäftigt. In der ostdeutschen Stahlindustrie mit ihren rund 8000 Beschäftigten ist die dritte Runde für den 13. Juni angesetzt.

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