NRWA45: Forderung nach schnellerem Neubau der Rahmedetalbrücke

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Sechs Monate nach Beginn der Vollsperrung der Autobahn 45 bei Lüdenscheid fordern Wirtschaftsvertreter und Deutscher Gewerkschaftsbund mehr Tempo beim Neubau der Rahmedetalbrücke. «Alle Verantwortlichen müssen sämtliche Beschleunigungspotenziale nutzen, um die Sperrung in Rekordzeit zu beenden», sagte Michael Plohmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hagen am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Industrie- und Handelskammer (IHK) Südwestfalen, Kreishandwerkerschaft, Arbeitgeberverband Lüdenscheid und DGB.

Um das Tempo zu beschleunigen, müssten auch Sonderwege beschritten oder neue Wege in Form von Pilotprojekten erprobt werden. Dies sei auch nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2021 bei der Wiederherstellung von beschädigten Brücken möglich gewesen. Plohmann verwies auf den beschleunigten Bau von Flüssiggas-Terminals an der Nordsee oder der Tesla-Fabrik in Brandenburg. Die Region brauche außerdem mehr Transparenz und Kommunikation zum Stand der Planung.

Die zuständige Autobahn GmbH des Bundes geht bislang davon aus, dass der Neubau rund fünf Jahre dauert. Die Vertreter aus dem Bereich Südwestfalen fordern, die Bauzeit müsse darunter liegen. Im nächsten Schritt soll die defekte Brücke zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid gesprengt werden. Nach Angaben von IHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat hat die Sperrung bislang einen volkswirtschaftlichen Schaden von 180 Millionen Euro angerichtet.

Die Autobahn 45 gilt bundesweit als wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Dortmund und Frankfurt. Seit der Sperrung der maroden Rahmedetalsperre im Dezember 2021 wird der Schwerlastverkehr weiträumig über andere Autobahnen umgeleitet. Der Verkehr in der Region wird über eine Umleitungsstrecke durch Lüdenscheid geführt.

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