NRWErneut droht Unwetter: Kein genereller Unterrichtsausfall

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In Ahaus beseitigen Feuerwehrleute einen durch Gewitterböen umgestürzten Baum von einem Auto. © Bernd März/B&S/dpa

Auch am Freitag müssen sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen noch auf ungemütliches Wetter einstellen - vor allem ab dem Nachmittag. Zunächst könnten in den südlichen Landesteilen von Westen her einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde auftreten. Auch stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde und kleinkörniger Hagel seien möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitagmorgen mit.

Im Laufe des Tages zeige sich dann im Land verbreitet zunehmendes Gewitter- und auch Unwetterpotenzial. Gebietsweise könne es zu heftigem, punktuell auch zu extrem heftigem Starkregen mit bis zu 60 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit kommen. Größerer Hagel mit einer Korngröße von drei Zentimetern im Durchmesser und teils schwere Sturmböen um 95 Kilometer pro Stunde seien möglich, lokal auch Orkanböen um 120 km/h (Windstärke 12). Die Meteorologen schließen auch vereinzelte Tornados nicht aus.

Für die Schulen in NRW ist kein landesweiter Unterrichtsausfall geplant, hatte das Schulministerium auf dpa-Anfrage bereits am Donnerstagabend mitgeteilt. Es sei nicht vorhersehbar, zu welcher Uhrzeit und in welchen Landesteilen das vorhergesagte Unwetter am Nachmittag auftreten werde. In solchen Fällen entscheide auf der Grundlage des entsprechenden Erlasses jede Bezirksregierung eigenständig unter Berücksichtigung der regionalen Wetterlage über einen möglichen Ausfall des Präsenz-Unterrichts, hieß es aus dem Schulministerium. Die für Freitag angesetzten Prüfungen sollen wie geplant stattfinden. Bei Bedarf sollten die Schulgebäude so lange geöffnet bleiben, bis ein sicherer Heimweg für die Schülerinnen und Schüler möglich sei, rät das Ministerium.

Aufgrund der Wetterprognosen hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) den Hochwasserinformationsdienst aktiviert. Die Niederschläge könnten sich auf die Abflüsse in den Gewässern im Land auswirken. Eine konkrete Vorhersage der betroffenen Gebiete sowie der jeweilige Zeitraum sei noch nicht möglich. In von Starkregen betroffenen Gebieten könne es zu örtlichen Überflutungen kommen, die Wasserstände könnten in den betroffenen Gebieten deutlich ansteigen.

Die Prognosen des Hochwasservorhersagemodells deuteten derzeit in den Gebieten von Erft und Rur und deren Zuflüssen auf einen Anstieg der Wasserstände hin. Die Bevölkerung sollte sich fortlaufend informieren, beispielsweise über die Warn-App Nina, so das Lanuv.

Am Samstag beruhigt sich das Wetter deutlich. Es gibt laut DWD einen Mix aus Wolken und sonnigen Abschnitten. Am Vormittag kann es nördlich der Ruhr noch vereinzelt regnen, sonst bleibt es überwiegend trocken, aber mit 18 bis 22 Grad deutlich kühler als zuletzt.

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