NRWFDP-Chef Stamp rechnet nicht mit Koalitionsangebot

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Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Joachim Stamp rechnet nach der Landtagswahl nicht mit Koalitionsgesprächen mit den Liberalen. «Woher soll das kommen? Kann ich mir nicht vorstellen», sagte der amtierende Integrationsminister am Montag vor einer Fraktionssitzung im Landtag in Düsseldorf. «Es gibt zwei Wahlgewinner, die auch klar legitimiert sind miteinander zu koalieren.» Er rechne daher mit einer Landesregierung aus CDU und Grünen. «Ja, es gibt auf jeden Fall Schwarz-Grün, das ist völlig klar», so Stamp.

Die bisherige Regierungspartei FDP verlor bei der Landtagswahl so viel wie noch nie in NRW und landete bei schwachen 5,9 Prozent (2017:12,6). Die CDU gewann nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis 35,7 Prozent der Stimmen (2017: 33,0). Zweiter großer Wahlsieger sind die Grünen, die ihr Ergebnis fast verdreifachten und auf 18,2 Prozent (6,4) kamen. Die SPD sackte auf ihren historischen Tiefstand in NRW von 26,7 Prozent (31,2).

Das schlechte Ergebnis der Liberalen solle nun intern analysiert werden, sagte Stamp. «Ich schlage unseren Gremien vor, dass wir uns eine gewisse Zeit nehmen alles zu analysieren und dann werden wir uns aufstellen mit einem Team für die Zukunft und wie das aussehen wird ist völlig unklar», so der FDP-Politiker.

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