NRWFDP will Verfassung ändern: Meister und Master gleichwertig

veröffentlicht

- © Marius Becker/dpa/Archivbild
Joachim Stamp (FDP) spricht. © Marius Becker/dpa/Archivbild

Die nordrhein-westfälische FDP möchte die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung in der Landesverfassung verankern lassen. «Ein Meister muss genauso viel wert sein wie ein Master», sagte der FDP-Landesparteichef und Kinderminister Joachim Stamp der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Vorbild für diese Initiative sei die schweizerische Bundesverfassung.

«Es muss wieder möglich sein, mit einem mittleren Bildungsabschluss einen verantwortungsvollen Job in unserer Gesellschaft ausüben zu können», begründete der Spitzenkandidat der NRW-FDP für die Landtagswahl am 15. Mai den Vorstoß. Ein wichtiges gesellschaftspolitisches Zeichen auf dem Weg sei die Öffnung der Polizeidienstlaufbahn auch für Realschulabsolventen. Die Nachfrage nach dem im August beginnenden Schulversuch ist nach Angaben der Landesregierung sehr hoch.

Die NRW-FDP wolle aber darüber hinaus gehen und mittlere Bildungsabschlüsse grundsätzlich aufwerten, erläuterte Stamp. Deshalb habe die Landespartei jüngst in einem Beschluss zu ihren Prioritäten nach der Landtagswahl festgehalten: «Kompetenzen und Fähigkeiten müssen Anerkennung finden - unabhängig davon, auf welchem Weg diese erworben wurden.» An Hochschulen erworbene Kompetenzen sollten daher für die berufliche Bildung genauso anerkannt werden wie umgekehrt.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.