Zwischen Weser und RheinZoll kontrolliert 135 Friseure in Köln und Umgebung

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135 Friseursalons und Barbershops sowie die dort beschäftigten 340 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind am Dienstag vom Zoll in Köln und Umgebung kontrolliert worden. Neben Geschäften in Köln (69) seien auch Betriebe in Bonn (7), Leverkusen (12), dem Rhein-Sieg-Kreis (14), dem Rhein-Erft-Kreis (19) und dem Oberbergischen Kreis (14) von 85 Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Köln überprüft worden.

Die Kontrollen seien Teil einer bundesweiten Schwerpunktprüfung, teilte das Hauptzollamt Köln mit. Die Beamten überprüften insbesondere die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld I und II, die Mindestarbeitsbedingungen und Arbeitgeberpflichten nach dem Mindestlohngesetz sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern.

«Der gesetzliche Mindestlohn von 9,82 Euro je Stunde gilt auch für Friseure und Barbarshops», sagte Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamts. In vier Betrieben habe es erste Hinweise auf Verstöße gegeben. «Die Überwachung der Einhaltung des Mindestlohns macht nicht selten eine genaue Überprüfung der Geschäftsunterlagen notwendig. Die Kontrolle vor Ort ist für uns immer erst der Beginn unserer Arbeit.»

Die weitere Bilanz: In sechs Fällen werden Ermittlungen wegen fehlender Meldungen zur Sozialversicherung aufgenommen. Für den Missbrauch von Sozialleistungen gibt es laut Zoll in vier Fällen Anhaltspunkte. Drei Arbeitnehmer wurden ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis angetroffen.

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