Zwischen Weser und RheinVan Laack-Chef will beim Einkaufen weiter Maske tragen

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Christian von Daniels steht in einem Flur in der Firmenzentrale. © Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Der Chef des Hemdenherstellers van Laack will auch nach dem Ende der Maskenpflicht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn er einkaufen geht. «Ich möchte mich nicht anstecken - weder mit dem Coronavirus noch mit anderen Krankheitserregern», sagte Firmeninhaber und Geschäftsführer Christian von Daniels der dpa in Mönchengladbach. Dass die Maskenpflicht am Wochenende wegfällt, findet er bedauerlich - «dadurch fehlt ein wichtiger Schutz der Beschäftigten und Kundschaft». Der Manager rechnet aber damit, dass sich viele Menschen auch freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen wollen. «Die Bereitschaft dürfte hoch sein», schätzt er.

Der Hersteller hat eigene Filialen in Deutschland, zudem gehört die Modekette SØR zu der Firma. In diesen Geschäften könnte von Daniels auch künftig das Tragen von Masken im Rahmen des Hausrechts vorschreiben. Das will der Manager aber nicht machen. «Wenn nur wir das Maskentragen vorschreiben und die anderen Einzelhändler nicht, dann wäre das ein Wettbewerbsnachteil - das kann man nicht machen.»

Van Laack ist vielen Menschen erst seit Corona bekannt: 130 Millionen Masken verkaufte der Textilienhersteller nach eigenen Angaben in Pandemiezeiten, das Firmenlogo auf den Stoffen war zeitweise omnipräsent in Deutschland. Als Anfang 2021 die Nutzung medizinischer Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken zur Pflicht wurde, brach das Maskengeschäft von van Laack ein.

Derzeit sitzt von Daniels aber an einer Art Wiederbelebung dieses Zusatzgeschäfts. Man habe die Textilien weiterentwickelt und ihre Schutzfunktion mit eingenähtem Fleece verbessert. Stoffmasken auf dem Level medizinischer Einweg-Masken brachte die Firma kürzlich auf den Markt, in einigen Wochen soll dann auch eine FFP2-Maske aus Stoff herauskommen.

Der Manager glaubt weiter an das Geschäftspotenzial von Schutzmasken. «Zum einen wird das Coronavirus nicht verschwinden, zum anderen sind solche Textilien auch ein guter Schutz gegen die Erkältungswelle im Herbst.» Von Daniels sagte allerdings auch: «Mir ist klar, dass wir das Masken-Geschäftsniveau von 2020 nie mehr erreichen werden - aber einen grundsätzlichen Bedarf wird es auch künftig geben.»

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