Zwischen Weser und RheinKrefeld Pinguine wenden vorzeitigen DEL-Abstieg vorerst ab

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Ein Eishockeyspieler spielt den Puck. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Der zweimalige deutsche Meister Krefeld Pinguine hat sich die theoretische Chance auf den Klassenverbleib in der Deutschen Eishockey Liga erhalten. Am Dienstag gewann der Tabellenletzte im direkten Duell gegen den Vorletzten Schwenninger Wild Wings 3:2 (2:1, 0:0, 0:1) durch ein Tor in der letzten Sekunde der Verlängerung.

Vor 2543 Zuschauern hatte es nach zwei Treffern von Maximilian Gläßl (11./19. Minute) lange gar nach drei Punkten für Krefeld ausgesehen. Nach dem Überzahltreffer von Max Görtz (4.) kamen die Gäste aber im Schlussdrittel erneut durch den Schweden (42.) noch zum Ausgleich und damit zu einem Punkt. Den frenetisch bejubelten zweiten Zusatzpunkt für Krefeld sicherte Jeremy Bracco mit der letzten Aktion der Verlängerung.

Trotz des Sieges sind die Chancen auf eine Rettung des DEL-Gründungsmitglieds, das seit dem Aufstieg 1991 in die damalige Bundesliga ununterbrochen erstklassig ist, gering. Bereits am Mittwoch müsste der Meister von 1952 und 2003 auch bei den Adler Mannheim und zudem in den danach noch folgenden zwei Spielen bis zum Ende der Hauptrunde am Sonntag punkten. Gleichzeitig müssten Schwenningen oder der Drittletzte Iserlohn alle Partien verlieren.

In diesem Jahr wird erstmals seit 2006 wieder ein sportlicher Absteiger aus der DEL ermittelt. Damals mussten die Kassel Huskies in die zweite Liga. Für den Fall des Abstiegs hatte Krefelds Geschäftsführer Sergej Saweljew bereits den Gang vor das DEL-Schiedsgericht angekündigt. Wegen der vielen Spielabsagen wegen der Coronavirus-Pandemie und der daraus resultierenden unterschiedlichen Anzahl von Spielen der einzelnen Clubs bis zum Ende der Hauptrunde entscheidet der Punkt-Quotient über die Platzierung. Die Krefelder absolvieren bis Sonntag alle 56 Spiele, Schwenningen aber nur 55 und Iserlohn gar nur 54. Der KEV empfindet dies als ungerecht.

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