NRWMutmaßliche IS-Terroristin: Prozess gegen Rückkehrerin

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Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Eine mutmaßliche IS-Terroristin aus St. Augustin bei Bonn muss sich von heute (9.30 Uhr) an vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Der 32-Jährigen wird vorgeworfen, Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein.

Laut Anklage hat sie zudem ihren damals fünfjährigen Sohn gegen den Willen des Vaters 2015 nach Syrien mitgenommen. Des weiteren soll sie zwei Sturmgewehre besessen und damit gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Die Deutsche hatte sich vor ihrer Ausreise nach Syrien scheiden lassen.

Zeitweise soll die Angeklagte in der damals von den Islamisten kontrollierte irakische Stadt Mossul gelebt haben und später wieder nach Syrien zurückgekehrt sein. Dort soll sie einen IS-Kämpfer nach islamischen Ritus geheiratet haben.

2019 war sie in Syrien gefangen genommen worden. Aus einem kurdischen Lager war die zweifache Mutter dann Anfang Oktober 2021 nach Deutschland überstellt und noch am Flughafen Frankfurt/Main festgenommen worden. Nach Gerichtsangaben hat sie bisher zu den Vorwürfen geschwiegen. Für den Prozess sind bis zum 24. Juni noch 17 weitere Verhandlungstage angesetzt.

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