Zwischen Weser und RheinDrogenhändler arbeiteten mit kryptierten Messengerdiensten

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Auf der Motorhaube eines Streifenwagens steht der Schriftzug «Polizei». © David Inderlied/dpa/Illustration

Nach einer Razzia gegen Drogenhändler sind sechs Tatverdächtige in Haft. Sie sollen an einer Vielzahl von Drogen- und Waffentransporten unter anderem nach Österreich, in die Schweiz und nach Tschechien beteiligt gewesen sein. Für ihre Kommunikation nutzten sie kryptierte Messenger- beziehungsweise Telefondienste wie SkyECC, teilte das Bundeskriminalamt am Donnerstag mit. Die Ermittlungen leitete die bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelte Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC).

Drei Haftbefehle wurden demnach am Mittwoch in Gelsenkirchen und Bochum in NRW sowie Riesa in Sachsen vollstreckt. Drei weitere Verdächtige wurden vorläufig festgenommen und kamen dann in Untersuchungshaft. Ein siebter Beschuldigter ist noch nicht in Haft.

Zugleich durchsuchten die Ermittler 20 Objekte in Gelsenkirchen, Bochum, Bergkamen, Marienheide und in den Niederlanden. Dabei wurden den Angaben zufolge unter anderem mehr als 50 Kilogramm Kokain, Crystal Meth und Cannabis, Waffen, mehrere Hundert Schuss Munition verschiedenen Kalibers, Schmuggelfahrzeuge, Bargeld in fünfstelliger Höhe und Kryptohandys beschlagnahmt.

An den Maßnahmen waren rund 100 Kräfte des BKA, 30 Beamte des Landes NRW, Spezialkräfte der Bundespolizei sowie Kräfte der niederländischen Polizei beteiligt.

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