Zwischen Weser und RheinZweiter Prozess um Mord an Rentner: Angeklagter schweigt

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Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Rund drei Jahre nach einem Raubmord in Bochum muss sich ein weiterer mutmaßlicher Täter seit Montag vor Gericht verantworten. Der 36-Jährige war in einem polnischen Gefängnis aufgespürt und im vergangenen Jahr nach Deutschland ausgeliefert worden. Ihm wird vorgeworfen, am 4. Februar 2019 einen Rentner in dessen Haus überfallen, mit einem Brecheisen niedergeschlagen und umgebracht zu haben. Dem Opfer war der Kopf mit Panzerklebeband umwickelt worden. Der 68-Jährige war erstickt. Zum Prozessauftakt am Bochumer Landgericht hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen.

Einer der Haupttäter war bereits in einem früheren Prozess wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Gegen den Fahrer des Fluchtwagens waren dreieinhalb Jahre Haft verhängt worden. Der nun angeklagte 36-Jährige muss sich ebenfalls wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Das Opfer war durch sein Engagement in einem Bochumer Schützenverein bekannt. Zur Beerdigung waren damals mehrere Hundert Personen erschienen.

Das Bochumer Landgericht hat für den Prozess noch zwölf Verhandlungstage bis zum 23. Juni vorgesehen.

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