Zwischen Weser und RheinMutmaßliche Drogenbande aus Dortmund geschnappt

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Ermittler haben am Dienstag eine mutmaßliche Drogendealer-Bande aus Dortmund und Umgebung zerschlagen. In dem seit Oktober 2020 geführten Verfahren gegen die Organisierte Kriminalität seien mehrere Wohnungen durchsucht sowie sechs Tatverdächtige festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es gehe dabei um den Verdacht der bandenmäßigen Einfuhr und des Handels mit Drogen im großen Stil.

Die Ermittlungen waren ins Rollen gekommen, nachdem verschlüsselte Encrochat-Nachrichten ausgewertet worden waren. Französischen Ermittlern war es 2020 gelungen, den von Tausenden Kriminellen genutzten Nachrichtendienst zu knacken. Laut Bundeskriminalamt wurden dadurch bundesweit bereits mehr als 2250 Ermittlungsverfahren eingeleitet und rund 360 bereits bestehende Ermittlungsverfahren wesentlich unterstützt.

In dem nun aufgedeckten Fall werfen die Ermittler den beiden Haupttatverdächtigen (34 und 35 Jahre alt) vor, kiloweise Marihuana, Haschisch sowie Kokain aus den Niederlanden eingeführt zu haben. Sie sollen Lkw und Lieferwagen für den Rauschgift-Transport genutzt und überörtlich agiert haben. Neben ihrer Anlaufstelle in Dortmund seien die Verdächtigen auch in Castrop-Rauxel, Kamen und Fröndenberg tätig gewesen.

Bei der Razzia beschlagnahmten die Beamten insgesamt 150.000 Euro Bargeld sowie 72 Säcke mit vermutlich frischer Cannabisernte. Sichergestellt wurden auch Softair-Waffen und ein Springmesser sowie eine Vielzahl von Mobiltelefonen, die nun ausgewertet werden sollen.

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