NRWFrau fährt an Haltestelle in Menschenmenge: Prozessbeginn

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Einsatzkräfte stehen nahe der Straßenbahn-Haltestelle. © Stephan Witte/KDF-TV & Picture/dpa/Archivbild

Rund zwei Jahre nach einem schweren Unfall an einer Straßenbahnhaltestelle in Essen mit vielen Verletzten und einem Toten muss sich eine 83-jährige Frau ab Montag (9.30 Uhr) vor Gericht verantworten. Die Angeklagte soll am 29. Februar 2020 mit ihrem Auto in eine Gruppe von Menschen gefahren sein, die gerade in eine Straßenbahn ein- oder ausstiegen. Ein 66-Jähriger starb rund drei Wochen später im Krankenhaus.

Laut Anklage hatte die Essener Seniorin ein an der Haltestelle wartendes Auto rechts überholt. Dabei soll sie mit mindestens Tempo 50 mit zwei Reifen über den Gehweg gefahren und mit neun Personen kollidiert sein.

Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung, Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs. Für den Prozess hat das Essener Landgericht zunächst elf Verhandlungstage bis zum 2. Mai angesetzt.

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