Zwischen Weser und RheinErmittler finden fehlenden Schädel von altem Skelett

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Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach dem Fund eines unvollständigen jahrzehntealten Skeletts in einem Bachbett in Wetter an der Ruhr haben Ermittler mutmaßlich den fehlenden Schädel entdeckt. Bei einer erneuten Suche rund um die Stelle, an der Spaziergänger am Wochenende erste Knochen entdeckt hatten, sei der Leiter der Mordkommission am Mittwoch fündig geworden, sagte der ermittelnde Staatsanwalt Michael Burggräf. Der Schädel habe etwa dreißig Meter bachabwärts im Böschungsbereich gelegen. Nach einer ersten Inaugenscheinnahme soll der Schädel nun rechtsmedizinisch untersucht werden. Auch weitere kleinere Knochen seien gefunden worden. «Das Skelett ist damit im Wesentlichen komplett», sagte Burggräf. Die Ermittler hoffen insbesondere durch die Untersuchung des Schädels mehr über die bislang unbekannte Person sowie die Todesursache herauszufinden.

Diese sei weiterhin unklar, sagte Burggräf unmittelbar nach der Entdeckung des Schädels am Mittag. Dass Teile der im Bachbett gefundenen Knochen in Folie eingewickelt waren, deute auf ein Gewaltverbrechen hin. Allerdings hatte eine rechtsmedizinische Untersuchung der bislang sichergestellten Skelettteile keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod geliefert. Weitere Untersuchungen, etwa zum genauen Alter der Leiche, sowie zu Geschlecht und Todeszeitpunkt seien daher in Auftrag gegeben. Bislang lassen sich die Knochen keiner vermissten Person zuordnen.

Unterstützt wurde die Suche nach den fehlenden Knochenteilen am Mittwoch auch mit sechs speziell für das Erschnüffeln von Knochen ausgebildeten Spürhunden, die aus der Nähe von München angereist waren. Sie hatten an mehreren Stellen angeschlagen. Ermittler gruben daraufhin im Erdreich, wurden aber schließlich doch zunächst an anderer Stelle oberirdisch fündig.

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