Zwischen Weser und Rhein8000 Beschäftigte legen im Kita-Warnstreik Arbeit nieder

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Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Für mehr Wertschätzung und bessere Löhne für Erzieherinnen sind am Dienstag in Nordrhein-Westfalen mehr als 8000 Beschäftigte auf die Straße gegangen. In vielen städtischen Kitas aber auch in Einrichtungen der Lebenshilfe oder Behindertenwerkstätten waren Mitarbeiter dem Streikaufruf von Verdi vor der zweiten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt am 21. und 22. März gefolgt, wie die Gewerkschaft mitteilte. Schwerpunkte der Aktionen waren demnach Kundgebungen in Dortmund mit 1300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, in Köln mit 1200 sowie in Aachen mit 650 Streikenden. Auch in Münster, Herne und Bielefeld beteiligten sich Hunderte Mitarbeiter kommunaler sozialer Einrichtungen, vor allem Kitas.

Die Gewerkschaft Verdi hatte im Tarifstreit für die Sozial- und Erziehungsberufe seine Mitglieder vergangene Woche bundesweit aufgefordert, am Dienstag vorübergehend die Arbeit niederzulegen.

Die Tarifverhandlungen für die sozialen Dienste waren eigentlich für das Frühjahr 2020 geplant, nach dem Beginn der Corona-Pandemie jedoch auf Eis gelegt worden. Die Gewerkschaften argumentieren, dass die Erzieherinnen und Erzieher insbesondere nach zwei Jahren Pandemie mehr Wertschätzung erfahren sollten.

Verdi fordert für die rund 330.000 betroffenen Beschäftigten keine prozentuale Lohnerhöhung, sondern höhere Eingruppierungen der sozialen Berufe in den Besoldungsstufen. Die kommunalen Arbeitgeber argumentieren, dass Erzieherinnen und Erzieher bereits jetzt besser verdienten als vergleichbare Berufe.

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