NRW2021: Frauen verdienten circa 17 Prozent weniger als Männer

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Eine Frau arbeitet in einem Bürogebäude. © Daniel Naupold/dpa/Symbolbild

Frauen haben im vergangenen Jahr in NRW im Schnitt 18,92 Euro pro Stunde brutto verdient und damit rund 17 Prozent weniger als Männer (22,86 Euro). Dies teilte das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen am Montag in Düsseldorf anlässlich des internationalen Aktionstages für die Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen am 7. März mit. Der prozentuale Unterschied sei in den letzten sechs Jahren kontinuierlich gesunken, hieß es. So habe er 2020 noch 18 Prozent betragen und im Jahr 2010 23 Prozent.

Die Statistiker betonten, dass der Wert vor allem Unterschiede in den Beschäftigungsstrukturen von Frauen und Männern widerspiegelt. So seien beispielsweise sieben Prozent der Frauen als Führungskräfte tätig, während dies auf zwölf Prozent der Männer zutreffe. «Hinzu kommt, dass 56 Prozent der Frauen in Teilzeit oder in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, die häufig schlechter entlohnt werden als andere Beschäftigte.» Gleiches treffe nur auf 16 Prozent der Männer zu.

Der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, der sogenannte Gender Pay Gap, wird europaweit nach einheitlichen methodischen Vorgaben berechnet und gilt als zentraler Maßstab für internationale Vergleiche der geschlechtsspezifischen Verdienstunterschiede.

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