NRWSpielabbruch in Essen wird mit 2:0 für Münster gewertet

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Ein Fußball liegt vor einer Partie im Netz. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Nach dem Böllerwurf beim abgebrochenen Spiel des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiss Essen ist die Partie mit 2:0 für Preußen Münster gewertet worden. Dies hat das Sportgericht des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) am Freitag nach mehr als dreistündiger Verhandlung unter dem Vorsitz von Robert Jung (Euskirchen) entschieden. Zudem wurde RWE zu einer Geldstrafe von insgesamt 15.000 Euro auch für weitere Vorkommnisse verurteilt. Im nächsten Heimspiel muss der Club außerdem noch eine Teilsperrung von Tribünenbereichen vornehmen.

Der Regionalligaclub hat nun eine Einspruchszeit von zehn Tagen, ansonsten wird das Urteil rechtskräftig. Mit dieser Wertung könnte Konkurrent Münster im Aufstiegsrennen an Essen zunächst vorbeiziehen. Allerdings hat RWE noch zwei Spiele weniger absolviert.

Die Begegnung im Essener Stadion an der Hafenstraße war am 20. Februar 2022 in der 74. Minute beim Stand von 1:1 von Schiedsrichter Christian Scheper zunächst für mehr als 20 Minuten unterbrochen und danach abgebrochen worden, nachdem aus der Essener Fankurve ein Feuerwerkskörper in Richtung der Auswechselspieler von Münster geworfen wurde. Dabei erlitt Münsters Spieler Marvin Thiel ein Knalltrauma. Nach einer Besprechung mit beiden Teams wurde die Begegnung vom Unparteiischen abgebrochen. Schon im Hinspiel zwischen beiden Teams in Münster war es zu Ausschreitungen gekommen.

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