Zwischen Weser und RheinFebruar-Stürme schädigen 480 Hektar Wald: Vorsicht geboten

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Eine Windfahne zeigt die Windrichtung an. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Stürme Mitte Februar haben in Nordrhein-Westfalen laut einer ersten Bilanz des Umweltministeriums 480 Hektar Wald geschädigt. Nach vorläufigen Schätzungen der Regionalforstämter habe Windwurf 664.000 Festmeter Holz geschädigt, teilte das Ministerium am Dienstag in Düsseldorf mit. «Das ist deutlich weniger als nach Orkan Friederike zu beklagen war. Anfang 2018 waren zwei Millionen Festmeter gefallen.»

Von den aktuellen Sturmschäden seien überwiegend Nadelbäume betroffen (525.000 Festmeter). Seit Januar 2018 seien in Folge des Klimawandels, durch Dürre und Borkenkäfer bereits 115.000 Hektar Wald geschädigt worden, berichtete Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU). Die 480 Hektar kämen nun dazu.

Die rasche Aufarbeitung und der Abtransport seien jetzt vordringlich, damit Borkenkäfer kein zusätzliches Brutmaterial hätten. «Im Unterschied zur Situation 2019 ist der Holzmarkt derzeit sehr aufnahmefähig und das Holz kann zu guten Preisen vermarktet werden», erklärte das Umweltministerium.

Im Wald sei «weiterhin größte Vorsicht geboten». Viele Waldwege seien immer noch durch umgestürzte Bäume unpassierbar und Wanderwege nicht wie gewohnt nutzbar. «Die quer über dem Weg liegenden oder lose hängenden Äste und Stämme sind eine große Gefahr», mahnte das Ministerium. «Der Versuch, sie zu überklettern oder zu unterwandern kann lebensgefährlich sein.» Zudem könnten angeknackste Bäume, die teilweise nur noch von Nachbarbäumen gehalten würden, umstürzen oder herausgebrochene Äste aus Baumkronen herabfallen.

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