Zwischen Weser und RheinBewährungsstrafen für geplünderte Parkscheinautomaten

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Ein Parkschein-Automat ist an einer Straße zu sehen. © Marcus Brandt/dpa/Illustration

Weil sie Münzen aus Parkscheinautomaten in die eigene Tasche gesteckt haben, hat das Amtsgericht Münster zwei Angestellte des Tiefbauamtes wegen Unterschlagung zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. Nach Angaben eines Sprechers von Mittwoch hat das Gericht gegen einen 63-jährigen Münsteraner, bei dem 70.000 Euro sichergestellt worden waren, eine Strafe von 20 Monaten ausgesprochen. Ein 39-jähriger Kollege, bei dem 33.000 Euro entdeckt worden waren, wurde zu 15 Monaten verurteilt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die Verurteilten können Berufung beim Landgericht Münster einlegen.

Die Männer hatten im Prozess Teilgeständnisse über 17 Taten von Dezember 2019 bis Januar 2020 abgelegt. In der Anklage war von einer weitaus höheren Summe die Rede. Die Staatsanwaltschaft ging bei den unterschlagenen Beträgen von rund 352.000 Euro über einen Zeitraum von Anfang Januar 2018 bis Januar 2020 aus. Die Stadt Münster musste in dem Verfahren eingestehen, dass fehlende Kontrollen durch die Vorgesetzten das Geschäft mit den Münzen erst möglich gemacht hatten. Das Tiefbauamt konnte deshalb auch nicht mehr klären, wie hoch die unterschlagene Summe am Ende war.

Ausgenutzt hatten die Männer, dass sechs Geldkassetten aus den Parkscheinautomaten defekt waren und vor der Abgabe bei der Sparkasse unbemerkt geöffnet werden konnten.

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