Zwischen Weser und RheinAbgesagte Umzüge: Import von Karnevalsartikeln sinkt

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Schaufensterpuppen in einem Geschäft für Karnevalskostüme. © Oliver Berg/dpa/Symbolbild

Angesichts abgesagter Umzüge und ausgefallener Feiern ist die Einfuhr von Karnevalsbedarf nach Deutschland eingebrochen. Im vergangenen Jahr wurden Karnevals- und Unterhaltungsartikel im Wert von 75,7 Millionen Euro importiert, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr und rund ein Viertel (25,9 Prozent) weniger als vor der Corona-Pandemie 2019.

Wichtigstes Herkunftsland für den deutschen Markt war China, erklärten die Statistiker. Knapp drei Viertel (72,2 Prozent) der im Jahr 2021 importierten Menge an Karnevalsartikeln kam von dort.

Der Export von Luftschlangen, Pappnasen und Co. wuchs 2021 um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 39,7 Millionen Euro. Er lag jedoch fast ein Fünftel unter dem Wert des Vor-Corona-Jahres 2019 (49,5 Millionen Euro). Größter Abnehmer deutscher Karnevals- und Unterhaltungsartikel im vergangenen Jahr war Polen - über ein Viertel aller exportierten Karnevalsartikel gingen in das Nachbarland.

Vor Ausbruch der Pandemie hatte der Außenhandel mit Karnevals- und Unterhaltungsartikeln noch stetig zugenommen. Im Jahr 2019 wurden Waren im Wert von 102,1 Millionen Euro importiert - gut zwei Drittel mehr als zehn Jahre zuvor (2009: 60,6 Mio Euro). Auch die Exporte legten im selben Zeitraum um mehr als die Hälfte zu.

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