NRWRRX-Ausbau: 48 Bahnhöfe umgebaut, 84 Züge unterwegs

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Ein RRX-Zug (Rhein-Ruhr-Express) steht im Bahnhof in Köln. © Federico Gambarini/dpa

Bein Ausbau des Schienennetzes für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) in Nordrhein-Westfalen wollen Verkehrs- und Nahverkehrsunternehmen abgestimmt vorgehen. Um das Reisen für die Menschen so reibungslos wie möglich zu gestalten, werde auf eine einheitliche Kommunikation gesetzt, sagte Ronald Lünser, Vorstand des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), am Montag.

Der RRX sei das wesentliche Projekt des schienengebundenen Nahverkehrs in NRW, meinte Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) bei einer Tagung zum Ausbau der Infrastruktur. Der RRX steht für den künftigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Köln und Dortmund, so dass dort alle 15 Minuten ein Zug fahren kann. Die Strecke wird seit Jahren nach und nach ausgebaut.

Damit verbunden ist auch der Einsatz von RRX-Zügen, die mehr Sitzplätze, einen stufenlosen Ein- und Ausstieg, Steckdosen, WLAN und einen besseren Mobilfunkempfang bieten. Derzeit seien 84 dieser Züge in NRW unterwegs, sagte Brandes. Für diesen Zugtyp müssen 53 Bahnhöfe längere Bahnsteige bekommen, damit der Zug dort halten kann. An 48 Bahnhöfen sind laut Brandes Um- und Ausbaumaßnahmen weitgehend abgeschlossen.

Brandes sagte: «Es braucht gute, überzeugende Angebote, um den Umstieg vom Auto in die Bahn einfacher zu machen». Dazu gehöre entscheidend der Rhein-Ruhr-Express, der Bahnfahren in Nordrhein-Westfalen schneller, komfortabler und verlässlicher mache.

Um die Schienenkapazität zwischen Köln und Düsseldorf zu erhöhen, steht von diesem Sommer an ein 14-monatiger Stopp auf der S-Bahn-Trasse bei Langenfeld im Norden von Köln an. Diese Maßnahme sei notwendig, um Bauarbeiten rasch auszuführen, statt über mehrere Jahre immer wieder zeitweise zu sperren, sagte ein Vertreter der Deutschen Bahn. Der Ausbau der Schienentrasse zwischen Köln und Düsseldorf soll zur Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland fertig sein. Beide Städte sind als Spielorte vorgesehen.

Von den 15 RRX-Planfeststellungsabschnitten ist je ein Abschnitt in Köln sowie in Mülheim/Ruhr bereits gebaut. In den beiden Teilstrecken in Leverkusen und in Langenfeld wird gebaut. Unter anderen mussten hier im Rahmen eines Naturschutzprojektes 150 Zauneidechsen umgesiedelt werden. Für die Abschnitte in Bochum und Essen liegt nach Angaben des NRW-Verkehrsministeriums Baurecht vor. Der Ausbau des Schienennetzes für den Rhein-Ruhr-Express hatte 2017 begonnen.

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