Erfolgreicher HändlerKassenschlager: Bielefelder Firma vertreibt ganz besondere Hausschuhe

Das Unternehmen entdeckte die "Gumbies" auf einer Messe - das Material, aus dem sie hergestellt werden, wirkt auf manchen zunächst vermutlich eigenartig.

Ariane Mönikes

Stefan Pöpper und seine Agentur "3000watt" verantworten seit mehreren Jahren den Vertrieb der Marke "Gumbies". Die Hausschuhe bestehen aus recycelten PET-Flaschen. - © Oliver Krato
Stefan Pöpper und seine Agentur "3000watt" verantworten seit mehreren Jahren den Vertrieb der Marke "Gumbies". Die Hausschuhe bestehen aus recycelten PET-Flaschen. © Oliver Krato

Bielefeld. Wir alle mögen's kuschelig warm an den Füßen - gerade jetzt in den Wintermonaten. Den Mitarbeitern dieses Bielefelder Unternehmens dürfte so schnell nicht kalt werden: Bei der "3000watt GmbH" an der Böttcherstraße im Osten der Stadt lagern Tausende Hausschuhe. Am 6. Dezember soll der nächste Container hier ankommen. "Von Bielefeld wird dann der Fachhandel beliefert", erklärt Stefan Pöpper.

Er ist Geschäftsführer der "3000watt GmbH", die seit mehreren Jahren den Vertrieb der Marke "Gumbies" verantwortet. Die wurde ursprünglich in Australien entwickelt und will in erster Instanz einen nachhaltigen und modernen Lifestyle verkörpern. Hauptmerkmal der Flip Flops, Slingbacks, Trekking-Sandalen, Badelatschen und eben der Hausschuhe ist die stabile und rutschfeste Kautschuk-Sohle, erzählt Pöpper. Die besteht aus recycelten Autoreifen.

Mit den "Gumbies"-Schuhen machen Pöpper und seine 20 Mitarbeiter den Hauptumsatz. "90 Prozent", sagt er. Allein von den Hausschuhen werden jährlich 30.000 Stück zu Händlern in ganz Deutschland und Österreich geschickt. Laut Pöpper sind die Schuhe mittlerweile in fast 100 Schuhgeschäften in Deutschland erhältlich.

Die Hausschuhe bestehen unter anderem aus recycelten PET-Flaschen

Die Hausschuhe gibt es in den Größen 36 bis 46, bei der nächsten Lieferung sollen auch die Größen 47 und 48 dabei sein, auch auf die Kindervariante (28 bis 35) wartet Pöpper. Die Schuhe werden in Asien gefertigt und kommen nach vier bis acht Wochen bei ihm in einem Seecontainer auf dem Lkw an. Knapp 10.000 Schuhe pro Ladung. Die Händler bestellen bei ihm die Ware vor, der Endverbraucher kann sie aber auch über den Online-Shop bestellen, erklärt er.

Der besondere Clou der Hausschuhe: Sie bestehen unter anderem aus 100 Prozent recycelten PET-Flaschen. "Sie sehen aus wie Filzpantoffeln, es sind aber keine", erklärt Pöpper. In der Corona-Zeit, in der viele im Homeoffice waren, sei das Geschäft richtig gut gelaufen. An bequemem Schuhwerk wollen die Kunden anscheinend festhalten - er habe auch schon Kunden gehabt, die sich gleich zwei Paar bestellt hätten - eins für Zuhause und eins fürs Büro.

Pöpper hatte das Label 2015 auf einer Messe entdeckt. "Wir sind immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Dingen." Die Hausschuhe jedenfalls würde er am liebsten gar nicht mehr ausziehen.

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