RegionSchon wieder: Täter sprengen erneut Geldautomaten im Kreis Gütersloh

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Die Filiale der Deutschen Bank und das angrenzende Modegeschäft wurden durch die Explosion schwer beschädigt. - © Burkhard Hoeltzenbein
Die Filiale der Deutschen Bank und das angrenzende Modegeschäft wurden durch die Explosion schwer beschädigt. © Burkhard Hoeltzenbein

Harsewinkel. Nach einem explosionsartigen Knall verständigten zahlreiche Zeugen die Polizei Gütersloh über den Polizeiruf: Mehrere Täter sprengten in der Donnerstagnacht, 29. September,  gegen 2.50 Uhr im Stadtkern Harsewinkel den Geldautomaten einer Filiale der Deutschen Bank an der Straße Alter Markt.

Sie konnten anschließend bei der Tat beobachtet werden. Dabei trugen die Täter eine schwarze Umhängetasche sowie einen bislang unbekannten Gegenstand zu einem schwarzen Kombi in unmittelbarer Tatortnähe. Kurz darauf flüchteten sie mit dem Fahrzeug und bogen nach links auf die Dr.-Pieke-Straße in Fahrtrichtung Brockhäger Straße ab.

Durch die Wucht der Explosion entstand erheblicher Gebäudeschaden. Ein angrenzendes Bekleidungsgeschäft sowie ein gegenüberliegendes Gebäude wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Personen wurden hierdurch nicht verletzt. Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Harsewinkel unterstützte die ersten polizeilichen Maßnahmen vor Ort. Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Art des Sprengmittels, eine umfangreiche Spurensuche und -sicherung sowie eingehende Prüfungen zum Gebäudeschaden dauern derzeitig an, teilt die Polizei mit. Ebenso stehen Feststellungen zum Diebesgut aktuell aus.

Zeugen beschreiben die Täter

Den bisherigen Zeugenangaben zufolge handelte es sich um drei bis vier männliche Täter, die allesamt schwarz gekleidet und maskiert waren. Bei dem Fluchtfahrzeug soll es sich um einen schwarzen Audi Kombi gehandelt haben. Weiteren Erkenntnissen nach befanden sich an dem Pkw gestohlene Warendorfer (WAF) Kennzeichen.

Im Zuge erster Ermittlungen der Kriminalpolizei Gütersloh konnte das Fahrzeugmodell des Fluchtwagens bestimmt werden. Demnach handelte es sich um einen schwarzen Audi RS6 Avant, Modell 4F (Baujahr 2007 - 2010).

Weiteren Erkenntnissen nach wurden die am Fluchtwagen angebrachten Warendorfer (WAF) Kennzeichen zuvor an einem geparkten Pkw entwendet, welcher an einer Seniorenunterkunft in Beelen am Harsewinkeler Damm stand.

Die Polizei Gütersloh bittet um weitere Zeugenhinweise. Wer hat in der Nacht rund um die Tatzeit am Tatort oder im Stadtgebiet Harsewinkel verdächtige Wahrnehmungen gemacht? Wem sind der schwarze Audi oder verdächtige Personen im Innenstadtbereich aufgefallen? Hinweise und Angaben dazu nimmt die Polizei Gütersloh unter der Telefonnummer 05241 869-0 entgegen.

Hier können Zeugen Hinweise auf die Täter übermitteln

Zeugenvideos aus der Bevölkerung, die der Gewinnung weiterer Hinweise zu der Geldautomatensprengung dienen, können in einem neu eingerichteten Online-Portal der Polizei NRW zur Verfügung gestellt und unkompliziert übermittelt werden. Das Hinweisportal erreichen Bürgerinnen und Bürger unter https://nrw.hinweisportal.de.

In der Maske ist genau erläutert, was eingetragen oder angeklickt werden muss. Über einen Button können zudem die Dateien hochgeladen werden. Die Hinweise können auch anonym eingereicht werden. Die nordrhein-westfälische Polizei kann sofort auf dieses Beweismaterial zugreifen.

Ähnliche Explosion in Werther

Erst vor kurzem gab es einen ähnlichen Vorfall in Werther: Auch dabei wurden die Anwohner durch die Explosion bei der Sprengung der Geldautomaten aus dem Schlaf geschreckt.

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