NachhaltigkeitAuf diesen Strecken fahren in OWL bald Züge mit Akku

Der NWL hat die Lieferung von zehn Zügen mit alternativen Antrieben in Auftrag gegeben. Die neuen Fahrzeuge können dank Batterien auch auf nicht elektrifizierten Strecken emissionsfrei fahren.

Mareike Köstermeyer

Die neuen Züge vom Typ "Civity Bemu" setzen nach Angaben des NWL in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. - © CAF
Die neuen Züge vom Typ "Civity Bemu" setzen nach Angaben des NWL in Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe. © CAF

Bielefeld. Sie sind modern, geräuscharm und klimaschonend: die zehn alternativ angetriebenen Züge, die der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) jetzt bestellt hat. Wie der NWL nun mitgeteilt hat, sollen sie ab Ende 2025 auf den sogenannten Reaktivierungslinien zwischen Münster und Sendenhorst (RB68) sowie zwischen Harsewinkel, Gütersloh und Verl (RB76) zum Einsatz kommen.

Das Besondere: Anders als elektrische Züge im klassischen Sinne verfügen die neuen Fahrzeuge mit der TYP-Bezeichnung „Civity BEMU" über Akkus, mit denen auch nicht elektrifizierte Streckenabschnitte, also solche, die keine Oberleitungen haben, ohne lokale Emissionen überbrückt werden können. Die Batterien der Züge können sowohl stationär aufgeladen werden als auch während der Fahrt an vorhandenen Oberleitungen.

Hersteller der neuen Züge ist die spanische Firma CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles), die nach dem Beschluss der zuständigen Gremien auch mit der Lieferung der Akku-Züge beauftragt worden ist. Außerdem übernimmt der spanische Hersteller auch die Wartung und Instandhaltung der neuen Züge für einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren.

Der gleiche Fahrzeugtyp wird künftig auch auf den Linien des Niederrhein- Münsterland-Netz für Bewegung sorgen: Anfang April hatten der Verkehrsverbund-Rhein-Ruhr (VRR) und der NWL die Vergabeentscheidung zum Kauf von insgesamt 63 „Civity BEMU" zum Abschluss gebracht. Die Beschaffung der zehn weiteren Züge erfolgt nun als Zubestellung zum bestehenden Liefervertrag.

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